UNIQA verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 in Österreich ein Wachstum von 4,2%, wobei insbesondere Schaden/Unfall und das Firmenkundengeschäft zulegten. Konzernweit stiegen die verrechneten Prämien um 12% auf 4,9 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Steuern um 10,5% auf 327 Mio. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis ging hingegen um 4,9% zurück.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 20.08.2026
Die UNIQA Insurance Group hat im ersten Halbjahr 2026 Prämien und Konzernergebnis gesteigert. Im österreichischen Geschäft betrug das Wachstum 4,2%. Eine konkrete Prämien- oder Ergebniszahl für Österreich weist UNIQA in der vorliegenden Halbjahresmeldung nicht aus. Überdurchschnittliche Dynamik verzeichnete das Unternehmen hierzulande in der Schaden- und Unfallversicherung, das Firmenkundengeschäft wird als Wachstumstreiber genannt. Auch die Gesundheitsversicherung legte zu.
Auf Gruppenebene erhöhten sich die verrechneten Prämien um 12% auf 4,9 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 10,5% auf 327 Mio. Euro. Unter dem Strich erreichte das Konzernergebnis 258 Mio. Euro und lag damit um 11,1% über dem Vorjahreswert.
„Das erste Halbjahr 2026 zeigt, dass wir mit unserer Strategie ‚UNIQA 3.0 – Growing Impact‘ auf Kurs sind“, kommentiert UNIQA-CEO Andreas Brandstetter die Zahlen.
Schaden/Unfall wächst – versicherungstechnisches Ergebnis sinkt
Die Schaden- und Unfallversicherung, auf die rund zwei Drittel der Konzernprämien entfallen, verzeichnete den stärksten Prämienzuwachs. Das Volumen erhöhte sich um 16,2% von 2,723 auf 3,163 Mrd. Euro. Dazu trug auch das externe Geschäft der Rückversicherungsgesellschaft UNIQA Re in Zürich bei.
Die Combined Ratio netto verschlechterte sich leicht von 90,5 auf 91,6%, blieb damit aber unter der Marke von 100%. Der Beitrag des Schaden- und Unfallsegments zum Ergebnis vor Steuern ging von 183 auf 177 Mio. Euro zurück.
Auch das versicherungstechnische Ergebnis der Gruppe lag unter dem Vorjahresniveau. Es sank um 4,9% von 378 auf 360 Mio. Euro.
Ergebnisanstieg in Kranken und Leben
In der Gesundheitsversicherung stiegen die verrechneten Prämien um 7,9% von 811 auf 875 Mio. Euro. Das Ergebnis erhöhte sich von 5 auf 24 Mio. Euro.
Die Lebensversicherung erreichte inklusive der Sparanteile fonds- und indexgebundener Produkte verrechnete Prämien von 886 Mio. Euro. Gegenüber 863 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 2,6%. Der Beitrag zum Ergebnis vor Steuern stieg von 108 auf 126 Mio. Euro.
In den internationalen Märkten verzeichnete UNIQA ein Prämienwachstum von 6,9%. Der Konzern sieht Zentral- und Osteuropa weiterhin als einen seiner Wachstumsmärkte, verweist allerdings auch auf einen intensiveren Wettbewerb.
Kapitalanlage stützt Ergebnisentwicklung
Deutlich stärker als das Versicherungsgeschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr die Kapitalanlage. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 46,7% von 400 auf 587 Mio. Euro. Das Finanzergebnis erhöhte sich von 88 auf 176 Mio. Euro.
Die Contractual Service Margin (CSM) erreichte 6,317 Mrd. Euro nach 5,879 Mrd. Euro zum 1. Jänner 2026. Die Bilanzposition bildet unter IFRS 17 die künftig erwarteten Gewinne aus Versicherungsverträgen ab.
Der Gewinn je Aktie erhöhte sich von 76 auf 84 Cent. Der Return on Equity stieg von 15,7 auf 16,3%. Die Solvency-II-Quote ging gegenüber dem Jahresende 2025 leicht von 275 auf 271% zurück.
Ergebnisprognose bleibt unverändert
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet UNIQA weiterhin ein Ergebnis vor Steuern zwischen 540 und 570 Mio. Euro. Die Prognose steht unter dem Vorbehalt außergewöhnlich hoher Belastungen durch Naturkatastrophen oder Verwerfungen an den Kapitalmärkten. Das Unternehmen verweist zugleich auf geopolitische Unsicherheiten und eine mögliche Zunahme wetterbedingter Schäden.
Für das weitere Geschäft setzt UNIQA auf Österreich und die CEE-Märkte sowie auf den Ausbau des externen Rückversicherungsgeschäfts. Die angestrebte Ausschüttungsquote bleibt bei 50 bis 60%. Zudem hält der Konzern an seinem Ziel einer jährlich steigenden Dividende je Aktie fest.
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