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Studie: 85% verzichten auf erweiterten Naturkatastrophenschutz

(Bild: © MSTMAYA - stock.adobe.com)

Studie: 85% verzichten auf erweiterten Naturkatastrophenschutz

17. August 2026

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Trotz zunehmender Wetterextreme wird ein erweiterter Naturkatastrophenschutz bei Eigenheimversicherungen vergleichsweise selten berücksichtigt. Eine aktuelle Datenanalyse von durchblicker zeigt: Nur bei 15,5% der Eigenheimversicherungsabfragen wird die zusätzliche Deckung gewählt. Dabei unterscheiden sich die möglichen Entschädigungsgrenzen deutlich.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 17.08.2026

Starkregen, Hochwasser, Muren oder andere Naturereignisse können für Eigenheimbesitzer erhebliche Schäden verursachen. Dennoch wird ein erweiterter Naturkatastrophenschutz bei Versicherungsabfragen nur selten berücksichtigt. Nach einer aktuellen Datenanalyse des Tarifvergleichs- und Wechselportals durchblicker liegt der Anteil bei Eigenheimversicherungen bei 15,5%.

„Das Bewusstsein für Unwetterschäden und außergewöhnliche Naturkatastrophen steigt, liegt aber immer noch auf niedrigem Niveau“, sagt Sarah Schwarzer, Versicherungsexpertin bei durchblicker. Ohne erweiterten Schutz seien Schäden durch außergewöhnliche Naturkatastrophen oft nicht ausreichend gedeckt. Dazu können auch Starkregenereignisse zählen, die lokale Überflutungen in Kellern oder Wohnräumen verursachen.

Deutliche Unterschiede bei den Deckungssummen

Beim Standardschutz werden Schäden durch Naturgewalten wie Überflutungen mit maximal 5.000 Euro gedeckt. Beim erweiterten Schutz reichen die Deckungssummen abhängig von Produkt und versichertem Objekt von 20.000 bis zu 225.000 Euro.

Für den erweiterten Naturkatastrophenschutz fallen im Mittel rund 280 Euro pro Jahr beziehungsweise knapp 23 Euro monatlich an. Bei einem üblichen Einfamilienhaus bewegen sich die Aufpreise zwischen 135 und 377 Euro, wobei die Kosten mit der Höhe der Deckungssumme steigen.

Schwarzer empfiehlt insbesondere bei älteren Polizzen eine regelmäßige Überprüfung des Versicherungsschutzes.

Noch geringere Quote bei Haushaltsversicherungen

Auch für Mieter kann der Naturkatastrophenschutz relevant sein. Während eine kombinierte Eigenheim- und Haushaltsversicherung sowohl Schäden am Gebäude als auch an Einrichtungsgegenständen, Möbeln und Elektrogeräten abdeckt, betrifft die Haushaltsversicherung den Wohnungsinhalt.

Bei Haushaltsversicherungen liegt die Abschlussrate für den erweiterten Naturkatastrophenschutz in den durchblicker-Daten bei lediglich 4,5%. Ein erweitertes Paket kostet im Durchschnitt 70 Euro jährlich und bietet im Schadenfall eine Deckung von bis zu 40.000 Euro.

Höheres Risikobewusstsein in Hochwasserzonen

Deutlich häufiger wird die zusätzliche Deckung gewählt, wenn Versicherungsnehmer wissen, dass sie in einem Hochwasser-Risikogebiet wohnen. 39% dieser Gruppe entscheiden sich für einen erweiterten Naturkatastrophenschutz.

Hochwassergefährdete Gebiete werden in die Kategorien HQ30, HQ100 und HQ300 eingeteilt. Bei Objekten in einer HQ30-Zone ist eine Eigenheimversicherung mit erweitertem Schutz vergleichsweise schwer erhältlich. durchblicker verweist jedoch auf zumindest einen Anbieter, bei dem eine entsprechende Deckung gegen eine höhere Prämie möglich ist.

Bei Eigenheimen in den Risikozonen HQ100 und HQ300 unterscheiden sich die Prämien demnach nur geringfügig von Angeboten außerhalb einer Risikozone. Unterschiede bestehen allerdings sowohl bei den Deckungsleistungen als auch bei den Prämien.

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