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Firmeninsolvenzen gehen im ersten Halbjahr 2026 leicht zurück

(Bild: © Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com)

Firmeninsolvenzen gehen im ersten Halbjahr 2026 leicht zurück

14. August 2026

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4 Min. Lesezeit

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Studien

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Österreich hat sich im zweiten Quartal 2026 etwas abgeschwächt. Mit 1.668 Fällen wurden um 3% weniger Insolvenzen verzeichnet als ein Jahr zuvor und um 4,1% weniger als im ersten Quartal. Im gesamten ersten Halbjahr registrierte Statistik Austria 3.407 Firmenpleiten – rund 3% weniger als im Vergleichszeitraum 2025.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 14.08.2026

Bei den Firmeninsolvenzen in Österreich zeigt sich im zweiten Quartal 2026 eine leichte Entspannung. Von April bis Juni wurden 1.668 Insolvenzen registriert. Das entspricht einem Rückgang von 3% gegenüber dem zweiten Quartal 2025. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres sank die Zahl um 4,1%.

Auch über das gesamte erste Halbjahr betrachtet lagen die Insolvenzzahlen unter dem Vorjahresniveau. Von Jänner bis Juni wurden 3.407 Firmenpleiten verzeichnet, rund 3% weniger als im ersten Halbjahr 2025.

Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria:

"Im 2. Quartal 2026 gingen die Insolvenzzahlen in Österreich verglichen mit den ersten 3 Monaten des Jahres um 4,1% auf 1.668 zurück. Auch im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres sehen wir eine Abschwächung von 3%."

Dienstleistungen, Handel und Bau mit den meisten Fällen

Die Verteilung auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche zeigt weiterhin deutliche Unterschiede. Die meisten Insolvenzen wurden im zweiten Quartal bei Finanzdienstleistungen und sonstigen Dienstleistungen mit 489 Fällen registriert. Dahinter folgten der Handel mit 262 und der Bau mit 260 Insolvenzen. In Beherbergung und Gastronomie wurden 246 Fälle gezählt.

Deutlich niedriger lagen die absoluten Zahlen in der Sachgütererzeugung mit 94 Insolvenzen sowie im Bereich Information und Kommunikation mit 61 Fällen. Bei der Einordnung der Branchenzahlen ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Zahl der Insolvenzen auch davon abhängt, wie viele Unternehmen im jeweiligen Wirtschaftsbereich tätig sind.

Damit konzentriert sich ein wesentlicher Teil des Insolvenzgeschehens weiterhin auf jene Branchen, die bereits in den vorangegangenen Quartalen hohe Fallzahlen aufgewiesen hatten. Lenk nennt insbesondere den Dienstleistungsbereich, den Handel und die Baubranche.

Weniger neue Registrierungen

Neben den Insolvenzen erfasst Statistik Austria auch die Registrierungen rechtlicher Einheiten. Hier war der Rückgang im Jahresvergleich deutlich stärker: Im zweiten Quartal 2026 wurden 15.533 Registrierungen gezählt. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es noch 17.477 – ein Minus von 11,1%.

Eine Registrierung ist allerdings nicht mit einer tatsächlichen Unternehmensgründung gleichzusetzen. Sie ist Teil eines Verwaltungsverfahrens und zunächst als Absichtserklärung zu verstehen. Nicht jede registrierte rechtliche Einheit nimmt anschließend tatsächlich eine wirtschaftliche Tätigkeit auf. Die Entwicklung wird dennoch als Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung herangezogen.

Die meisten Registrierungen gab es mit 4.786 bei Finanzdienstleistungen und sonstigen Dienstleistungen. Auf persönliche Dienstleistungen entfielen 3.167 Registrierungen, auf den Handel 2.707. Im Bau wurden 902 und in der Sachgütererzeugung 797 registriert. Mit 636 Fällen wies der Bereich Verkehr unter den genannten Wirtschaftsbereichen die niedrigste Zahl auf.

Insgesamt zeigen die vorläufigen Zahlen damit für das erste Halbjahr 2026 einen moderaten Rückgang der Firmeninsolvenzen. Gleichzeitig lag die Zahl der Registrierungen neuer rechtlicher Einheiten im zweiten Quartal deutlich unter dem Vorjahresniveau.

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