Der österreichische Neuwagenmarkt ist 2026 weiter gewachsen. Wie aktuelle Zahlen von Statistik Austria zeigen, wurden von Jänner bis Juli 190.352 Pkw neu zugelassen – um 13,4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark legten Elektroautos und Benzin-Hybride mit jeweils rund 30% zu.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 13.08.2026
Der österreichische Neuwagenmarkt ist in den ersten sieben Monaten 2026 deutlich gewachsen. Von Jänner bis Juli wurden 190.352 Pkw neu zum Verkehr zugelassen. Das waren um 22.434 Fahrzeuge beziehungsweise 13,4% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt kamen 260.612 Kraftfahrzeuge neu auf die Straße, ein Plus von 13,1%.
Alternative Antriebe erreichen 66% Anteil
Das Wachstum wird vor allem von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben getragen. Mit 125.631 Neuzulassungen entfielen bereits 66% aller neuen Pkw auf diese Gruppe. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von 25,7%. Besonders kräftig entwickelten sich Benzin-Hybride mit 70.567 Neuzulassungen und einem Plus von 29,8%. Bei reinen Elektro-Pkw stieg die Zahl um 29,3% auf 47.133.
Konventionelle Antriebe verloren dagegen an Bedeutung. Von Jänner bis Juli wurden 46.134 Benziner neu zugelassen, 2,4% weniger als im Vorjahr. Bei Diesel-Pkw ging die Zahl um 10,4% auf 18.587 zurück. Zusammen kamen Benzin- und Diesel-Pkw auf 64.721 Neuzulassungen und damit auf einen Anteil von 34%. Auch Diesel-Hybride verzeichneten mit 7.929 Fahrzeugen einen Rückgang von 12,9%.
Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria:
"Der Automarkt in Österreich ist auch im Juli 2026 weiter gewachsen. [...] Dabei legten vor allem E-Autos und Hybride mit jeweils +30% kräftig zu, während weniger Verbrenner zugelassen wurden als ein Jahr zuvor."
VW führt Gesamtmarkt, BMW bei Elektro-Pkw
Bei den Marken führte VW mit einem Anteil von 13,5% vor Skoda mit 10,9%, Audi mit 6,5% und BMW mit 6,4%. Besonders stark stiegen die Neuzulassungen bei BYD mit 77,9%. Zuwächse verzeichneten auch Seat (+21%), Mercedes (+18%), Skoda (+14,8%), Audi (+14,5%) und VW (+8,1%). Rückgänge gab es bei Dacia (−13,1%), Cupra (−3,8%), BMW (−2,3%) und Toyota (−1,4%).
Bei den reinen Elektroautos lag BMW mit einem Marktanteil von 10,5% vor Skoda mit 10,2%, BYD mit 9,7%, Tesla mit 9,1% und VW mit 8,5%.
Mehr Nutzfahrzeuge und Motorräder
Auch bei mehreren Nutzfahrzeugkategorien gab es Zuwächse. Die Neuzulassungen von Lkw der Klasse N1 stiegen um 20,9% auf 21.305 Fahrzeuge. Land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen legten um 14,7% auf 4.960 und Sattelzugfahrzeuge um 8,7% auf 2.246 zu. Weniger Neuzulassungen gab es bei Lkw der Klassen N2 (−23%) und N3 (−1,3%).
Auf dem Zweiradmarkt wurden von Jänner bis Juli 26.875 Motorräder neu zugelassen – ein Plus von 9%. Bei Motorfahrrädern stieg die Zahl um 14,9% auf 7.122.
Elektro-Pkw legen im Juli um 43,8% zu
Allein im Juli wurden 25.823 Pkw neu zugelassen, 3,8% mehr als im Juli 2025. Besonders deutlich fiel das Wachstum bei Elektro-Pkw aus: Mit 7.073 Fahrzeugen lagen die Neuzulassungen um 43,8% über dem Vorjahresmonat. Benzin-Hybride legten um 10,8% auf 9.657 Fahrzeuge zu.
In die entgegengesetzte Richtung entwickelten sich Diesel-Hybride mit einem Minus von 25%, Benziner mit minus 16,4% und Diesel-Pkw mit minus 22,1%. Insgesamt wurden im Juli 36.878 Kraftfahrzeuge neu zugelassen, womit die Zahl aller Kfz-Neuzulassungen trotz des Pkw-Wachstums um 0,5% unter dem Vorjahresmonat lag.
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