HDI Global hat das erste Halbjahr 2026 mit einem gestiegenen versicherungstechnischen Ergebnis abgeschlossen. Weltweit blieb der Versicherungsumsatz aufgrund von Währungseffekten mit 5,0 Mrd. Euro nach 5,1 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum weitgehend stabil. Das versicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich um 8% von 430 auf 465 Mio. Euro.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 19.08.2026
In Österreich richtet HDI Global den Fokus weiterhin auf das Mittelstandsgeschäft sowie auf Cyber und internationale Versicherungsprogramme. Dabei setzt das Unternehmen auch auf die Zusammenarbeit mit der lokalen und internationalen Maklerschaft.
Schaden-Kosten-Quote verbessert sich auf 90,7%
Die Großschadenleistungen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 92 Mio. Euro nach 142 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Damit lagen sie um 209 Mio. Euro unter dem vollständig gebuchten periodenanteiligen Budget. Während die Belastungen durch Naturkatastrophen unter Budget blieben, verzeichnete HDI Global branchenübergreifend weiterhin erhebliche Man-Made-Schäden.
Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 91,6 auf 90,7%. Das versicherungstechnische Finanz- und Kapitalanlageergebnis vor Währungseffekten stieg von 99 auf 169 Mio. Euro. Als Gründe werden ein höheres Anlagevolumen und gestiegene laufende Zinserträge genannt.
Das operative Ergebnis (EBIT) blieb mit 381 Mio. Euro gegenüber 377 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum weitgehend stabil. Der Beitrag zum Konzernergebnis erhöhte sich um 7% von 274 auf 292 Mio. Euro.
Österreich will Mittelstandsgeschäft weiter ausbauen
Im österreichischen Geschäft wurde die Marktbearbeitung im Mittelstandssegment 2026 weiterentwickelt. Thomas Lackner, Vorstandsvorsitzender der HDI Versicherung AG, verweist dabei auf die Struktur des heimischen Marktes:
"Der österreichische Markt ist geprägt von mittelständischen Unternehmen mit hoher technologischer Kompetenz und sehr individuellen Anforderungen an ihren Versicherungsschutz."
Neben dem Mittelstand soll insbesondere das Specialty-Geschäft weiter gestärkt werden. Cyber bezeichnet Lackner als „zentrales strategisches Wachstumsfeld“. Zusätzlich sieht HDI Global Potenzial bei multinationalen Versicherungslösungen für österreichische Unternehmen mit internationaler Tätigkeit.
DACH-Zusammenarbeit wird verstärkt
Parallel dazu setzt HDI Global auf eine engere Zusammenarbeit der Märkte Deutschland, Österreich und Schweiz innerhalb der DACH-Region. Diese regionale Bündelung ist Teil der Strategie „Xcelerate29“.
Für die zweite Jahreshälfte stehen in Österreich neben dem Ausbau des Mittelstandsgeschäfts und der Cyber-Kompetenz auch internationale Versicherungslösungen sowie die Weiterentwicklung von Effizienz und Servicequalität im Mittelpunkt.
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