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ÖHV Jahresbilanz 2022: 170 Mio. Euro Schaden in der österreichischen Landwirtschaft

ÖHV Jahresbilanz 2022: 170 Mio. Euro Schaden in der österreichischen Landwirtschaft

13. Januar 2023

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3 Min. Lesezeit

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Versicherungen

Anlässlich des Jahreswechsels zieht die Österreichische Hagelversicherung (ÖHV) Bilanz über die Schäden im Jahr 2022 im Agrarsektor. Dürre, Hagel, Sturm und Überschwemmungen verursachten 2022 einen Gesamtschaden von 170 Mio. Euro in der österreichischen Landwirtschaft.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 1/13/2023

Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung:

"Hagel, Sturm und Überschwemmungen, vor allem aber die Hitze mit ausbleibendem Niederschlag machten der heimischen Landwirtschaft im abgelaufenen Jahr zu schaffen. Die Konsequenz ist ein Gesamtschaden in der österreichischen Landwirtschaft von 170 Millionen Euro, davon 130 Millionen Euro bedingt durch das Risiko Dürre, speziell an Kulturen wie Mais, Sonnenblumen und Sojabohnen sowie dem Grünland. Das Dramatische: Wetterextreme nehmen weiterhin in Häufigkeit und Intensität zu. Der kostenintensive Klimawandel macht den Sommer zu einer Jahreszeit der Gefahren für den standortgebundenen Agrarsektor."

Die heimische Wetterbilanz 2022 kurz zusammengefasst: heiß und trocken

Der Winter lag mit einem Plus von 1,5 Grad über dem Mittel und platzierte sich auf Platz acht der wärmsten Winter der Messgeschichte. Der Frühling verlief überdurchschnittlich warm. Einen neuen Temperaturfrühlingsrekord gab es am 20. Mai in Bludenz mit 33,7 Grad Celsius. Dazu war es insgesamt einer der 20 trockensten Frühlinge der 164-jährigen Messreihe. Der Sommer war heiß und insgesamt trocken. Die Klimakrise hat dabei erneut deutlich gezeigt: Noch vor zwanzig Jahren wäre dieser Sommer hierzulande der mit Abstand heißeste überhaupt gewesen. Angesichts der hohen Temperaturen in der jüngeren Vergangenheit reiht er sich auf Platz vier der wärmsten Sommer der Messgeschichte ein (Anmerkung: In Europa war seit mindestens 1979 kein Sommer so heiß wie der im heurigen Jahr). Der Herbst startete mit einem kühlen September, dann folgte der wärmste Oktober der Messgeschichte. Zusammengefasst hatte das Jahr 2022 viele deutlich zu warme Phasen und reiht sich unter die drei wärmsten Jahre in Österreich ein.

Dr. Kurt Weinberger:

"Wenn wir im Kampf gegen den Klimawandel nicht alle an einem Strang ziehen, wird ein Sommer wie der heurige in wenigen Jahrzehnten zu den kühleren zählen. Angesichts ausbleibender Niederschläge und steigender Temperaturen, aber auch durch die Verbauung unserer Äcker und Wiesen, ist die Selbstversorgung Österreichs mit heimischen Lebensmitteln zukünftig massiv gefährdet. Eines muss uns klar sein: Die Landwirtschaft sichert durch die Produktion von Lebensmitteln unser Überleben. Es geht bei der Klimakrise und bei der Zerstörung unseres Naturraumes durch Verbauung aber nicht nur um die Landwirtschaft, es geht um die Existenz von uns allen, vor allem aber um die zukünftigen Generationen!"

Foto oben: Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung

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