zurück zur Übersicht

FMA: Fremdwährungskredite erstmals unter fünf Milliarden Euro

(Bild: © photocrew - stock.adobe.com)

FMA: Fremdwährungskredite erstmals unter fünf Milliarden Euro

14. September 2026

|

1 Min. Lesezeit

|

Finanzen

Der Bestand an Fremdwährungskrediten österreichischer Privathaushalte ist im zweiten Quartal 2026 weiter zurückgegangen. Laut einer aktuellen Erhebung der Finanzmarktaufsicht (FMA) sank das Volumen wechselkursbereinigt um 2,9% auf 4,92 Mrd. Euro.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 14.09.2026

Zum 30. Juni 2026 entfielen noch 2,7% aller Kredite an private Haushalte in Österreich auf Fremdwährungen. Seit dem von der FMA im Herbst 2008 verhängten Neuvergabe-Stopp ist das Volumen wechselkursbereinigt um 44,5 Mrd. Euro beziehungsweise 92% zurückgegangen.

Damit hat sich der Fremdwährungskreditbestand seit dem Höhepunkt des Booms deutlich reduziert. 2006 lautete noch fast ein Drittel – 32% – aller Kredite an private Haushalte auf eine Fremdwährung. Während der Finanzkrise 2008 entwickelte sich diese Position zu einem Risiko für den österreichischen Bankensektor.

Schweizer Franken dominieren Restbestand

Von den noch ausstehenden Fremdwährungskrediten lauten 99,2% auf Schweizer Franken. Der verbleibende Anteil entfällt nahezu vollständig auf japanische Yen. Der Wechselkurs des Schweizer Franken zum Euro lag Ende des zweiten Quartals bei 0,9224. Seit 2008 hat der Franken laut FMA um 79% aufgewertet.

Besondere Bedeutung hat nun die bevorstehende Endfälligkeit der bestehenden Verträge. Nach Schätzungen der FMA wird ein Großteil der verbliebenen Fremdwährungskredite zwischen 2029 und 2033 endfällig.

zurück zur Übersicht

sharing is caring

Das könnte Sie auch interessieren


Ihnen gefällt dieser Beitrag?

Dann hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

(Klicken um Kommentar zu verfassen)