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Flandorfer & Partner: Beratungskompetenz jenseits von Standardlösungen

Flandorfer & Partner: Beratungskompetenz jenseits von Standardlösungen

25. März 2026

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7 Min. Lesezeit

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Im Blickpunkt

Über drei Jahrzehnte Erfahrung, klare Werte und ein konsequenter Fokus auf individuelle Lösungen: Flandorfer & Partner Versicherungsmakler und Vermögensberater steht für eine Form der Beratung, die sich bewusst gegen Standardisierung stellt. Firmengründer Werner Flandorfer spricht im Maklerportrait über prägende Stationen seiner Laufbahn, die Bedeutung von Spezialisierung und Vertrauen, generationsübergreifende Führung im Familienbetrieb sowie darüber, warum persönliche Verantwortung auch im digitalen Zeitalter nicht verhandelbar ist.

Andreas Richter

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 25.03.2026

Manche Entscheidungen reifen leise, über Jahre hinweg. Bei Werner Flandorfer war es nicht der eine große Moment, sondern ein kontinuierlicher Weg, der ihn in die Versicherungsbranche und schließlich in die Selbständigkeit als ungebundener Versicherungsmakler führte. Der Gedanke, einmal ein eigenes Unternehmen zu gründen, entstand bereits während seiner Zeit beim Bundesheer – gemeinsam mit einem Kameraden. „Während meiner Bundesheerzeit fassten ein Kamerad und ich den Beschluss, einmal ein gemeinsames Unternehmen zu gründen“, erinnert sich Flandorfer. Dass es letztlich ein Maklerunternehmen werden sollte, war dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis früher Berührungspunkte mit Versicherungen während seines Jus-Studiums.

Der Kontakt zum ehemaligen Bundesheerkameraden blieb bestehen, und schließlich wurde das Vorhaben Realität: Die gemeinsame Maklerkanzlei wurde gegründet. Im Jahr 2000 übernahm Flandorfer sämtliche Anteile und firmierte fortan unter Flandorfer & Partner GmbH. Damit begann eine unternehmerische Phase, die bis heute stark von persönlicher Verantwortung, fachlicher Tiefe und langfristigem Denken geprägt ist.

Die Extrameile als Prinzip

Eine Schlüsselerfahrung, die Flandorfers Zugang zur Beratung bis heute prägt, machte er auf einem Seminar der Skandia Versicherung. Der Vortrag eines japanischen Vertriebsprofis ist ihm im Gedächtnis geblieben: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den Kunden mit seinem Service stets zu verblüffen.“ Dieser Gedanke wurde zum Leitmotiv des Unternehmens. Flandorfer spricht bewusst von der „vielzitierten Extrameile“, die man für Klienten gehe. Der Anspruch sei klar: Dienstleistung dürfe nicht überraschen, sie müsse positiv irritieren.

Diese Haltung spiegelt sich auch im Selbstverständnis des Unternehmens wider. Die Bewertung überlasse man letztlich den Kunden, sagt Flandorfer, verweist aber auf eine Stärke, die im Markt zunehmend gefragt ist: hohe juristische Kompetenz. Gerade bei komplexen Schadenfällen oder anspruchsvollen Vertragskonstellationen sieht er darin einen entscheidenden Mehrwert. Digitalisierung nutzt Flandorfer & Partner gezielt, um schneller und präziser zu agieren – Standardisierung hingegen betrachtet man kritisch. Individuelle Risikosituationen ließen sich nicht „über einen Kamm scheren“, betont Flandorfer. Der ungebundene Versicherungsmakler sei dort gefordert, wo Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen.

Vertrauen schlägt Technik

Mehr als drei Jahrzehnte Kundenbetreuung haben für Flandorfer eines klar gezeigt: Persönliche Betreuung, Verlässlichkeit und Kontinuität verlieren auch im digitalen Zeitalter nicht an Bedeutung – im Gegenteil. Vertrauen sei das Fundament jeder langfristigen Kundenbeziehung. Besonders deutlich wird das in der Arbeit mit Ärztinnen und Ärzten, einer Zielgruppe, auf die sich das Unternehmen unter anderem spezialisiert hat.

Die Spezialisierung entstand aus dem persönlichen Umfeld. Verträge im Familien- und Bekanntenkreis waren oft lückenhaft oder nicht zielgerichtet. Ärzte seien fachlich hochkompetent, hätten aber wenig Zeit, sich intensiv mit Versicherungsfragen auseinanderzusetzen. „Sie setzen volles Vertrauen in unsere Expertise“, sagt Flandorfer – und genau dieses Vertrauen mache die Beratung anspruchsvoll. Fehler oder Ungenauigkeiten seien hier nicht verzeihlich.

Mit Blick auf den Markt ist Flandorfer überzeugt, dass Spezialisierung für viele ungebundene Makler zur Notwendigkeit wird. Bürokratie, Regulierung und Haftung würden kleinere Betriebe zunehmend in Nischen drängen. Gleichzeitig bringe Spezialisierung nicht nur bessere Marktkenntnis, sondern auch Effizienzgewinne im Tagesgeschäft. Dass auch größere Organisationen verstärkt auf branchenspezifische Lösungen setzen, bestätigt diesen Trend.

Generationsübergreifende Führung

Seit rund vier Jahren wird das Unternehmen gemeinsam mit Tochter Livia Flandorfer und Neffe Manuel Flandorfer geführt. Die Idee, beide nach Abschluss ihrer Studien ins Unternehmen zu holen, bestand schon lange. Heute sieht Flandorfer darin einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftssicherung. Klare Verantwortlichkeiten, gegenseitiger Respekt und Offenheit für unterschiedliche Sichtweisen prägen das tägliche Miteinander.

Dass Tochter Livia 2024 zu den Top-Platzierten des AssCompact Jungmakler Awards zählte, bewertet Flandorfer als wichtigen Meilenstein. Der Auftritt vor einer hochkarätigen Fachjury und das Networking hätten Selbstbewusstsein und Perspektive gestärkt. Solche Formate seien für junge Makler echte Karrierebeschleuniger.

Schadenmanagement als Visitenkarte

Ein zentrales Qualitätsmerkmal sieht Flandorfer im Schadenmanagement. Effizienz beginne bereits beim Vertragsabschluss, wenn Kunden die Grundlagen einer Schadenmeldung verständlich erklärt werden. Bewährt habe sich zudem die durchgehende Betreuung durch denselben Mitarbeiter. Nach Abschluss eines Schadens sucht man bewusst nochmals den Kontakt – nicht aus Verkaufsinteresse allein, sondern um Leistung sichtbar zu machen. Oft ergäben sich daraus sinnvolle Deckungserweiterungen.

Im Zusammenspiel mit Versicherungsunternehmen sieht Flandorfer durchaus Verbesserungsbedarf. Mehr Entscheidungsspielraum für Maklerbetreuer wäre ebenso wünschenswert wie ein stärkeres Vertrauen in spezialisierte Makler. Zu oft, so seine Beobachtung, stünden Richtlinien und digitale Prozesse über dem eigentlichen Geschäft des Versicherns. Auch die telefonische Erreichbarkeit habe in den letzten Jahren gelitten – anonyme Hotlines und fehlende Ansprechpartner erschwerten die Zusammenarbeit.

Markt im Umbruch – Makler mit Zukunft

Die zunehmende Konsolidierung im Maklermarkt betrachtet Flandorfer differenziert. Größere Einheiten könnten Vorteile bei Expertise und Marktdurchsetzung bieten, gleichzeitig gehe Vielfalt verloren. Für ungebundene Makler sieht er dennoch eine positive Zukunft – insbesondere im gehobenen Privatkundensegment, bei Freiberuflern und KMU. Dort zählten Nähe, Beratungsqualität und Vertrauen mehr als Größe.

Digitalisierung spielt im Unternehmen seit Jahren eine zentrale Rolle. Direkte Anbindungen, moderne Schnittstellen und Vergleichsprogramme sind Standard. Aktuell arbeitet man an KI-gestützten Backoffice-Prozessen. Im Verkauf jedoch, ist Flandorfer überzeugt, bleibt die Persönlichkeit des Beraters unersetzlich.

Das gesamte Maklerporträt lesen Sie in der AssCompact März-Ausgabe!

Foto oben: Werner Flandorfer (2. v. r.) mit seinem Team

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