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Aon-Prognose 2026: Cyberrisiken und Finanzierung belasten Unternehmen stärker

(Bild: © AON / WILKE)

Aon-Prognose 2026: Cyberrisiken und Finanzierung belasten Unternehmen stärker

29. April 2026

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3 Min. Lesezeit

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Im Blickpunkt

Die aktuelle Marktprognose von Aon zeigt für 2026 ein insgesamt stabiles Versicherungsumfeld in Österreich. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen durch Cyberkriminalität und Finanzierungsfragen weiter zu.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 29.04.2026

Der österreichische Versicherungsmarkt dürfte sich laut Aon im Jahr 2026 weitgehend stabil entwickeln. Unternehmen profitieren weiterhin von hoher Kapazität, intensivem Wettbewerb und in vielen Bereichen auch von rückläufigen Prämien. Gleichzeitig wird die Risikolandschaft komplexer, insbesondere durch geopolitische Unsicherheiten, wirtschaftlichen Druck und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz.

Cyberrisiken gewinnen an Bedeutung

Cyberkriminalität entwickelt sich zunehmend zu einem professionell organisierten Geschäftsmodell. Neue Technologien verstärken diese Entwicklung und erhöhen das Betrugsrisiko. Aus Sicht des Versicherungsmarktes wird dieses Risiko häufig durch kombinierte Lösungen aus Cyberversicherung und Vertrauensschadenversicherung abgedeckt.

Finanzierungsdruck bei Unternehmen

Parallel dazu stehen viele Unternehmen unter wachsendem finanziellem Druck. Hohe Zinsen, volatile Märkte, anhaltender Investitionsbedarf und lange Zahlungsziele belasten Liquidität und Working Capital. In diesem Umfeld gewinnen Instrumente wie Factoring in Kombination mit Kreditversicherungen an Bedeutung, um Zahlungsströme zu stabilisieren und Ausfallsrisiken zu steuern.

Klaus Raming, Chief Broking Officer von Aon in Österreich:

"Entscheidungen in einem zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu treffen, ist anspruchsvoll, kann aber auch neue Chancen eröffnen. Unternehmen, die ihre Risikosituation transparent darstellen, können von den derzeitigen Marktbedingungen profitieren. KI etabliert sich als zentraler Innovationstreiber – etwa durch datenbasierte Risikobewertung und automatisierte Schadenprozesse bis hin zu neuen Produkt- und Servicemodellen. Aon stellt seinen Kund:innen datenbasierte Analysen bereit, um sie bei besseren Entscheidungen zu unterstützen."

Wettbewerb bleibt hoch

In vielen Versicherungssparten bleibt das Marktumfeld stark wettbewerbsorientiert. Unternehmen mit guter Risikoqualität profitieren häufig von stabilen oder sinkenden Prämien sowie von verbesserten Bedingungen. Gleichzeitig werden Risiken genauer geprüft, insbesondere in schadenbelasteten oder stark exponierten Bereichen. Auch klimabedingte Naturgefahren und steigende Anforderungen an das Risikomanagement gewinnen an Bedeutung.

Michael Sturmlechner, Geschäftsführer von Aon in Österreich, erläutert:

"Unsere Marktprognose soll Orientierung geben und Unternehmen dabei unterstützen, Chancen in einem zunehmend komplexen Umfeld gezielt zu nutzen. Mit unserem Aon Risk Analyzer – einem datenbasierten Analysetool zur Bewertung von Risiko- und Versicherungsszenarien – können wir umfangreiche Datenbestände systematisch auswerten, alternative Szenarien präziser simulieren und Risikotransferlösungen so aufbereiten, dass Entscheidungsträger:innen sie unmittelbar vergleichen und nutzen können."

Foto oben: Klaus Raming, Chief Broking Officer von Aon in Österreich

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