Die österreichischen Versicherungsunternehmen haben 2025 ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit deutlich verbessert. Laut Finanzmarktaufsicht (FMA) stieg das EGT um 51% auf 2,46 Mrd. Euro, während das Prämienvolumen um 4,8% auf 24,3 Mrd. Euro wuchs.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 05.03.2026
Die österreichischen Versicherungsunternehmen haben im Jahr 2025 ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) deutlich gesteigert. Nach Angaben der Finanzmarktaufsicht (FMA) erhöhte sich das Ergebnis um 51% auf 2,462 Mrd. Euro. Im Jahr davor hatte das EGT noch 1,635 Mrd. Euro betragen.
Das Prämienvolumen der Branche stieg gleichzeitig um 4,8% von 23,2 Mrd. Euro auf 24,3 Mrd. Euro. Die Kapitalausstattung der Unternehmen blieb ebenfalls auf hohem Niveau. Der Solvabilitätsgrad lag laut FMA-Statistik im Median bei 280% und zählt damit weiterhin zu den höchsten Werten in Europa.
Schaden- und Unfallversicherung als wichtigste Ertragssäule
Einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung lieferte die Schaden- und Unfallversicherung. In dieser Sparte erhöhte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,243 Mrd. Euro auf 2,038 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 64% entspricht. Hauptgrund dafür waren geringere Unwetterschäden im Vergleich zum Jahr 2024.
Auch das Prämienvolumen in der Schaden- und Unfallversicherung legte zu. Es stieg von 14,84 Mrd. Euro auf 15,56 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 4,9% entspricht.
Krankenversicherung wächst weiter
In der privaten Krankenversicherung setzte sich das Wachstum fort. Das Prämienvolumen erhöhte sich um 8,4% von 3,17 Mrd. Euro auf 3,43 Mrd. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg in dieser Sparte von 145 Mio. Euro auf 231 Mio. Euro und damit um 60%.
Lebensversicherung mit stabilen Prämien
In der Lebensversicherung blieb das Prämienvolumen nahezu stabil. Es erhöhte sich leicht um 0,6% von 5,22 Mrd. Euro auf 5,25 Mrd. Euro. Innerhalb der Sparte setzte sich der Trend zu Einmalprämien sowie zu fonds- und indexgebundenen Produkten fort.
Die Einmalprämien stiegen von 647 Mio. Euro auf 777 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 20% entspricht. Die laufenden Prämien gingen hingegen von 4,57 Mrd. Euro auf 4,47 Mrd. Euro zurück, ein Minus von 2,1%. Das Volumen fonds- und indexgebundener Lebensversicherungen erhöhte sich von 1,39 Mrd. Euro auf 1,59 Mrd. Euro, was einem Plus von 15% entspricht.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der Lebensversicherung sank dagegen von 248 Mio. Euro auf 193 Mio. Euro, was einem Rückgang von 22% entspricht.
Naturkatastrophen bleiben Risikofaktor
FMA-Vorständin Mariana Kühnel:
"Das gute Ergebnis des Jahres 2025 bedeutet für die österreichische Versicherungswirtschaft weiteren Kapitalaufbau. Die geringeren Unwetterschäden im vergangenen Jahr entlasten, die Integration von Naturkatastrophen in das Risikomanagement bleibt aber definitiv ein Aufsichtsschwerpunkt der FMA. Ob Extremwetterereignisse in einem Jahr eintreten oder nicht, darf uns nicht von den potenziellen Risiken ablenken."
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