Mit der Umsetzung der neuen EU-Verbraucherkreditrichtlinie (CCD2) steigen die regulatorischen Anforderungen an Banken und Finanzdienstleister deutlich. Nach Einschätzung von CRIF rücken dabei Datenqualität, transparente Entscheidungsprozesse und automatisierte Risikoanalysen stärker in den Fokus.
Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 30.07.2026
Die Richtlinie verschärft insbesondere die Vorgaben für die Bonitätsprüfung. Kreditgeber müssen ihre Entscheidungen künftig verstärkt auf verifizierbare Informationen zu Einkommen, Ausgaben und der finanziellen Situation der Antragsteller stützen. Gleichzeitig gewinnen eine nachvollziehbare Dokumentation der Kreditentscheidung sowie die Qualität der verwendeten Daten an Bedeutung.
Auch die Rechte der Verbraucher werden ausgeweitet. So müssen Unternehmen automatisierte Kreditentscheidungen transparent machen und auf Wunsch eine menschliche Überprüfung ermöglichen. Zudem schränkt die Richtlinie die Verwendung bestimmter personenbezogener Daten – etwa aus sozialen Netzwerken – für Bonitätsprüfungen ein.
„CCD2 ist weit mehr als ein regulatorisches Projekt. Die Richtlinie beschleunigt die Digitalisierung der Kreditvergabe“, sagt Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin von CRIF Österreich. Unternehmen, die Datenqualität, Transparenz und automatisierte Prozesse verbinden, könnten die neuen Vorgaben effizient erfüllen und Kreditentscheidungen fundierter treffen.
Nach Ansicht von CRIF gewinnen neben digitalen Identitätsprüfungen und Open-Banking-Anwendungen auch kontinuierliche Monitoring- und Frühwarnsysteme an Bedeutung. Sie sollen Veränderungen in Kreditportfolios frühzeitig erkennen und damit das Risikomanagement über die gesamte Kundenbeziehung hinweg unterstützen.
zurück zur Übersicht
Beitrag speichern
sharing is caring
Das könnte Sie auch interessieren











