Der internationale Gewerbeimmobilienfonds CORUM XL hat seit Jahresbeginn vier Immobilien in Italien, Großbritannien und Polen erworben. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 65 Mio. Euro. Die Objekte umfassen zusammen mehr als 31.200 m² und stammen aus den Bereichen Seniorenbetreuung, Einzelhandel, Hotellerie und Logistik.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 21.05.2026
In Italien investierte CORUM XL 3,8 Mio. Euro in ein Pflegeheim in der Toskana mit rund 1.985 m² Fläche. Betreiber ist eine italienische Genossenschaft aus dem Bereich Seniorenbetreuung. Der Mietvertrag läuft fix über 17 Jahre.
In Großbritannien kaufte CORUM XL in Canterbury einen vollständig vermieteten Einkaufspark mit 6.573 m² Fläche um 15,5 Mio. Euro. Zu den Mietern zählen Handelsunternehmen aus den Bereichen Elektronik, Einrichtung und Haushaltswaren. Der durchschnittliche Kündigungsverzicht liegt bei 5,2 Jahren.
Ausbau des Polen-Portfolios
Zwei weitere Akquisitionen erfolgten in Polen. Dort hält CORUM XL inzwischen 14 Immobilien. Damit zählt Polen laut Unternehmen zu den wichtigsten Märkten außerhalb der Eurozone.
In Danzig investierte CORUM XL 15,6 Mio. Euro in ein saniertes Vier-Sterne-Hotel mit Casino in der Altstadt. Die Immobilie aus dem 18. Jahrhundert umfasst 89 Zimmer sowie Gastronomie-, Wellness- und Konferenzbereiche. Die beiden Betreiber sind langfristig gebunden, der Kündigungsverzicht beträgt 14 Jahre.
Südlich von Warschau kaufte CORUM XL ein Logistikzentrum für 30,2 Mio. Euro. Mieter ist Auchan Polska mit einer Vertragslaufzeit von 14,2 Jahren. Der Standort ist auf automatisierte E-Commerce-Logistik ausgerichtet und trägt das Nachhaltigkeitszertifikat BREEAM „Excellent“.
CORUM sieht attraktive Marktphase
Nach Angaben des Unternehmens sorgt die derzeitige Zurückhaltung am europäischen Gewerbeimmobilienmarkt für geringeren Wettbewerb und damit für attraktivere Einstiegsmöglichkeiten.
CORUM-CEO Philippe Cervesi:
"Wir befinden uns in einer turbulenten geopolitischen Lage, was zu großer Zurückhaltung an den Märkten geführt hat, da sich viele Fonds derzeit unsicher sind, wie sie sich positionieren sollen. Das wiederum führt zu weniger Wettbewerb in Europa und lässt Preise attraktiv bleiben."
Foto oben: CORUM-CEO Philippe Cervesi
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