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Österreichische Versicherungswirtschaft: Prämienvolumen weiter steigend
15. September 2021

Österreichische Versicherungswirtschaft: Prämienvolumen weiter steigend

Aus dem von der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) veröffentlichten Bericht zum 2. Quartal 2021 der österreichischen Versicherungswirtschaft geht hervor, dass die österreichischen Versicherungsunternehmen ihre Prämieneinnahmen verglichen mit dem 2. Quartal 2020 um +3,82% auf 4,78 Mrd. Euro erhöht haben.


Diese Zunahme verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Versicherungssparten: Schaden/Unfall +4,35% auf 2,85 Mrd. Euro, Lebensversicherung +2,69% auf 1,31 Mrd. Euro sowie Krankenversicherung +3,84% auf 624 Mio. Euro. Im gesamten 1. Halbjahr stieg das Prämienvolumen auf 10,63 Mrd. Euro, wobei die Schaden- und Unfallversicherung um +3,07 % auf 6,64 Mrd. Euro zulegte, die Krankenversicherung um +3,40% auf 1,26 Mrd. Euro zulegten, die Lebensversicherung hingegen ein Minus –1,56% auf 2,73 Mrd. Euro zu verbuchen hatte.

Deutlich verbesserte Ertragslage

Das Finanzergebnis war im 1. Halbjahr 2020 ganz im Zeichen der Kapitalmarktturbulenzen durch den Ausbrauch der COVID-19-Pandemie gestanden. Heuer zeigte es sich wieder wesentlich positiver. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte im 1. Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt werden: von 684,7 Mio. Euro auf 1.348 Mio. Euro, eine Steigerung um 663,3 Mio. Euro oder + 96,88%. Dies ist vor allem auf das um +113,16% oder 971,9 Mio. Euro auf 1.830,7 Mio. Euro verbesserte Finanzergebnis zurückzuführen. Auch das Versicherungstechnische Ergebnis war mit +8,20% oder +35,2 Mio. Euro auf 464 Mio. Euro signifikant verbessert.

Die Summe aller Assets zu Marktwerten (ohne Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung) der Versicherungsunternehmen lag zu Jahresmitte bei 116,1 Mrd. Euro, um 7,4 Mrd. Euro oder 6,8% höher als ein Jahr davor. Zum Jahresultimo 2020 betrugen diese 114,4 Mrd. Euro, zum Ende des 1.Quartals 115,1 Mrd. Euro.

Die stillen Reserven der Kapitalanlagen (ohne fonds- und indexgebundene Lebensversicherung) nahmen hingegen zum Ende des 2. Quartals, verglichen mit dem 1. Quartal 2021, geringfügig um –0,14% auf 23,96 Mrd. Euro ab. Die Reservequote betrug damit zum Ende des Berichtszeitraumes 25,46%; ein Jahr davor lag sie bei 24,54%.

Versicherungswirtschaft sehr stabil aufgestellt

Der Solvabilitätsgrad der österreichischen Versicherungsunternehmen hat sich bis zur Jahresmitte wieder signifikant verbessert: Zwei Drittel der Unternehmen hatte einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 200%, verfügten also über doppelt so hohe Eigenmittel als erforderlich. Vor einem Jahr waren es lediglich rund die Hälfte der Unternehmen. Der Durchschnittswert (Median) lag am 31. Juni 2021 bei 221%, ein Jahr davor waren es 199,29%.

Den gesamten Quartalsbericht finden Sie online auf der FMA-Website ...

Bild: ©suriyapong – stock.adobe.com





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