Bei der Vorständetagung der Vereinigung Österreichischer Länderversicherer (VÖL) in Villach standen steigende Unfallrisiken in den Sommermonaten sowie die Folgen von Hitze, Dürre und Waldbrand im Mittelpunkt. Diskutiert wurden Präventionsmaßnahmen und die wachsenden Herausforderungen durch Naturgefahren.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 26.06.2026
Die Vereinigung Österreichischer Länderversicherer (VÖL) hält ihre diesjährige Vorständetagung von 24. bis 26. Juni auf Einladung der Kärntner Landesversicherung in Villach ab. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen bei Sommerunfällen sowie die zunehmenden Auswirkungen von Hitze, Dürre und Waldbrand.
Steigende Risiken im Sommer
Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) kamen im meteorologischen Sommer 2025 auf Österreichs Straßen 144 Menschen ums Leben, 16.298 wurden verletzt. Damit lag die Zahl der tödlich Verunglückten um durchschnittlich 65 % und jene der Verletzten um 59 % über den übrigen Monaten des Jahres.
Auch Freizeitunfälle nehmen in den Sommermonaten zu. Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ertrinken in Österreich jährlich rund 42 Menschen. Weitere etwa 4.100 Personen müssen nach Schwimmbadunfällen im Krankenhaus behandelt werden.
Klaus Scheitegel, Vorsitzender der Vereinigung Österreichischer Länderversicherer:
"Hohe Temperaturen belasten den Körper und wirken sich auf Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit aus. Viele Menschen schlafen schlechter, sind müder und schneller gereizt – dadurch steigt auch das Risiko für Fahrfehler im Straßenverkehr. Gleichzeitig kommt es in den Sommermonaten häufiger zu Unfällen beim Baden oder bei Freizeitaktivitäten. Gerade an sehr heißen Tagen sind daher Umsicht und ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig."
Naturgefahren im Fokus
Neben den Unfallrisiken befassten sich die Teilnehmer auch mit zunehmenden Dürreperioden und der steigenden Waldbrandgefahr. Längere Hitzephasen und Trockenheit wirken sich zunehmend auf Landwirtschaft, Infrastruktur und Wirtschaft aus.
Jürgen Hartinger, Vorstandsvorsitzender der Kärntner Landesversicherung:
"Als Länderversicherer sehen wir es als unsere Verantwortung, nicht nur im Schadenfall rasch und verlässlich zu helfen, sondern auch das Bewusstsein für Risiken zu stärken. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden, steigender Unfallrisiken in den Sommermonaten sowie Naturgefahren wie Dürre und Waldbrand braucht es einen offenen Dialog darüber, wie wir Menschen bestmöglich absichern können."
Der VÖL gehören die Grazer Wechselseitige Versicherung, die Kärntner Landesversicherung, die Niederösterreichische Versicherung, die Oberösterreichische Versicherung, die Tiroler Versicherung und die Vorarlberger Landes-Versicherung an. Gemeinsam beschäftigen sie mehr als 3.700 Mitarbeitende, betreuen rund 1,8 Millionen Kundinnen und Kunden, verwalten mehr als 7,5 Millionen Versicherungsverträge und erzielen ein Prämienvolumen von rund 2,45 Mrd. Euro.
Foto oben v.l.n.r.: Generaldirektor Dr. Kurt Weinberger (Österreichische Hagelversicherung), Vorstandsvorsitzender Mag. Franz Mair (Tiroler Versicherung), Vorstandsdirektor KommR Robert Sturn (Vorarlberger Landes-Versicherung), Generaldirektor Mag. Klaus Scheitegel (Grazer Wechselseitige Versicherung), Generaldirektor Mag. Othmar Nagl (Oberösterreichische Versicherung), Generaldirektor Mag. Stefan Jauk (Niederösterreichische Versicherung), Vorstandsvorsitzender DI Dr. Jürgen Hartinger (Kärntner Landesversicherung)
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