Laut PwC Women in Work Index 2026 liegt Österreich bei der Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt weiterhin im unteren Drittel der OECD-Länder. Nur 65% der Frauen arbeiten Vollzeit, bei Männern sind es 90%, und der Gender Pay Gap liegt mit 18% deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 12%.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 09.03.2026
Österreich liegt bei der Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt weiterhin im unteren Drittel der OECD-Länder. Das zeigt der aktuelle PwC Women in Work Index, der die Arbeitsmarktsituation von Frauen in OECD-Staaten analysiert. Österreich belegt im aktuellen Ranking Rang 27 von 33 Ländern.
Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich bei der Vollzeitbeschäftigung. In Österreich arbeiten rund 65% der Frauen Vollzeit, während es bei den Männern etwa 90% sind. Viele Frauen sind zwar erwerbstätig, arbeiten jedoch häufiger in Teilzeit. Das wirkt sich auch auf Karrierechancen und Einkommensentwicklung aus.
Einkommensunterschiede bleiben bestehen
Auch beim Einkommen bleibt die Ungleichheit bestehen. Der Gender Pay Gap liegt in Österreich bei 18% und damit deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 12%.
„Während Unternehmen mit wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen, gerät Gleichstellung häufiger in den Hintergrund. Gleichstellung braucht eine klare Verankerung in der Unternehmensstrategie, flexible Arbeitszeitmodelle, neue Führungsformen wie Dual Leadership und angepasste HR-Prozesse im Recruiting und Talent Management.“
Spitzenländer setzen auf strukturelle Maßnahmen
An der Spitze des Rankings stehen Island, Luxemburg und Neuseeland. Diese Länder führen den Index bereits zum fünften Mal in Folge seit der COVID-Pandemie an.
Nach Einschätzung von PwC setzen diese Staaten vor allem auf strukturelle Maßnahmen wie flexible Elternzeitmodelle und ein breites Angebot an Kinderbetreuung. Solche Rahmenbedingungen sollen es erleichtern, Beruf und Familie zu vereinbaren und Erwerbsbiografien fortzuführen.
Grundlage des Index
Der Women in Work Index basiert auf einem gewichteten Durchschnitt aus fünf Indikatoren, die Aufschluss über die Arbeitsmarktsituation von Frauen geben. Dazu zählen unter anderem die Erwerbsquote von Frauen, die Arbeitslosenquote sowie der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern. Die aktuelle Ausgabe des Index bezieht sich auf Daten für das Jahr 2024.
Foto oben: Agatha Kalandra, Vorständin bei PwC Österreich
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