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Oberösterreichische Versicherung: Richtiger Umgang mit Akkus kann Brandgefahr deutlich reduzieren

(Bild: Othmar Nagl, Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung)

Oberösterreichische Versicherung: Richtiger Umgang mit Akkus kann Brandgefahr deutlich reduzieren

22. Juli 2026

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3 Min. Lesezeit

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Versicherungen

Ob Smartphone, E-Bike, Heimspeicher oder Elektroauto – Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Trotz ihrer hohen Leistungsfähigkeit sorgen Berichte über brennende Akkus regelmäßig für Verunsicherung. Die Oberösterreichische Versicherung verweist darauf, dass die Technologie grundsätzlich als sicher gilt. Gefährlich kann es allerdings werden, wenn Akkus beschädigt, überhitzt oder technisch fehlerhaft sind.

Andreas Richter

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 22.07.2026

In solchen Fällen besteht die Gefahr eines sogenannten thermischen Durchgehens: Der Akku erhitzt sich unkontrolliert weiter und kann in Brand geraten oder explodieren. Für Feuerwehren stellen solche Brände eine besondere Herausforderung dar, da die chemischen Prozesse im Inneren des Akkus weiterlaufen und selbst nach dem Löschen eine Wiederentzündung möglich ist.

„Die meisten Akkubrände lassen sich durch einen bewussten und sorgfältigen Umgang vermeiden“, erklärt Othmar Nagl, Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung. Wer Warnsignale frühzeitig erkenne, auf qualitativ hochwertige Produkte setze sowie Akkus korrekt lade, lagere und entsorge, könne das Brandrisiko deutlich reduzieren.

Als häufige Ursachen für Akkubrände nennt der Versicherer mechanische Beschädigungen – etwa nach einem Sturz –, extreme Temperaturen, ungeeignete Ladegeräte oder technische Defekte. Ernst genommen werden sollten Anzeichen wie aufgeblähte oder verformte Akkus, Verfärbungen, ungewöhnliche Hitzeentwicklung oder chemischer Geruch. Solche Akkus sollten nicht weiterverwendet, sondern fachgerecht überprüft oder entsorgt werden.

Zur Vorbeugung empfiehlt die Oberösterreichische Versicherung unter anderem, ausschließlich geprüfte Akkus und vom Hersteller freigegebene Ladegeräte zu verwenden. Geräte sollten möglichst auf nicht brennbaren Unterlagen geladen und nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt am Stromnetz belassen werden. Zudem sollten Akkus vor großer Hitze, Kälte und Feuchtigkeit geschützt sowie keinesfalls über den Hausmüll entsorgt, sondern bei entsprechenden Sammelstellen abgegeben werden.

Kommt es dennoch zu einem Akkubrand, hat die eigene Sicherheit oberste Priorität. Die Oberösterreichische Versicherung rät, umgehend die Feuerwehr zu verständigen und ausreichend Abstand zu halten. Kleinere Entstehungsbrände können – sofern keine Eigengefährdung besteht – mit viel Wasser gekühlt werden. Größere Brände sollten aufgrund der hohen Temperaturen, der gesundheitsschädlichen Rauchgase und der Gefahr einer Wiederentzündung ausschließlich von der Feuerwehr bekämpft werden.

Auch aus Versicherungssicht können Akkubrände erhebliche finanzielle Folgen nach sich ziehen. Schäden durch Brand oder Explosion sind laut Oberösterreichischer Versicherung in der Regel von der Haushaltsversicherung umfasst. Je nach Schadensereignis können darüber hinaus Leistungen aus einer privaten Unfallversicherung oder – bei Fahrzeugen – aus der Kaskoversicherung zum Tragen kommen.

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