Helvetia: Ein Viertel der Österreicher erwartet noch heuer einen Blackout

(Bild: © Helvetia)

Helvetia: Ein Viertel der Österreicher erwartet noch heuer einen Blackout

25. November 2022

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7 Min. Lesezeit

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Versicherungen

Wie gut fühlt sich Österreich auf einen Blackout vorbereitet? Das erhob das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Helvetia.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 11/25/2022

Ob sie Angst vor einem Blackout hätten, bejaht mit 30% ein knappes Drittel der Bevölkerung. 40% haben eher geringe Sorgen bzw. gar keine Angst. Spontan werden ein möglicher Anstieg der Kriminalität wie zum Beispiel Plünderungen (24%), keine Heizung (18%), Lebensmittelknappheit (13 ) und keine Kommunikationsmöglichkeit (12 ) als Hauptsorgen genannt.

80% halten Blackout für gefährlich

Insgesamt acht von zehn Befragten halten einen Blackout für gefährlich, ein knappes Drittel (30%) sogar für sehr gefährlich. Nur sieben Prozent sagen aus, das Szenario als eher oder sehr ungefährlich einzuschätzen.

Zur Wahrscheinlichkeit eines Blackouts befragt, steigt diese laut Studie: Je länger der Zeithorizont, desto wahrscheinlicher schätzen die Befragten einen Blackout ein. Ein Viertel (25%) denkt, dass ein Blackout noch heuer eintreten könnte, 35% meinen, dies könnte im Laufe der nächsten zwölf Monate passieren. In den nächsten drei Jahren erwartet schon knapp die Hälfte (14% sehr und 35% eher wahrscheinlich) der Österreicher:innen das Eintreten eines langanhaltenden Stromausfalles.

Insgesamt 63% halten einen Blackout für ein realistisches Szenario. Gleichzeitig stimmen aber 70% der Befragten zu, dass um dieses Thema ein regelrechter Hype herrscht und dass die Sorgen der Menschen ausgenutzt würden, um Geschäfte zu machen. 68% orten viele Fake News rund um das Szenario.

Mehr als die Hälfte hat Blackout-Vorsorgemaßnahmen getroffen

Wenn die überwiegende Mehrheit der Österreicher:innen gut informiert zum Thema Blackout ist, diesen als realistisches Szenario einschätzt und die Wahrscheinlichkeit in Zukunft für steigend hält – wie bereiten sich Österreicher:innen vor? Auch das wurde in der Helvetia-Studie erhoben: 54% gaben an, dass in ihrem Haushalt bereits Vorsorgemaßnahmen getroffen wurden. Das betrifft in der Spontannennung vor allem Lebensmittel (60%), Wasser (37%) und Gaskocher bzw. -griller (22%). In der gestützten Abfrage rutscht Ersatzbeleuchtung auf Platz eins mit 70%, gefolgt von Lebensmittel- und Getränkevorräten mit 67% und Hygieneartikelvorräten mit 60%. Vier von zehn Österreicher:innen (43%) geben an, bis zu einer Woche mit ihren Lebensmittelvorräten auszukommen, nur drei Prozent glauben, dass die Vorräte lediglich für einen Tag reichen.

Absprachen zu Treffpunkten im Notfall wurden von 18% vereinbart, ein Notgepäck mit Dokumentenmappe haben 16% vorbereitet, 16% haben Vorkehrungen für IT-Sicherheit getroffen. „Die Befragten haben für einen möglichst reibungslosen Ablauf ihrer Haushalte im Notfall bereits gut vorgesorgt. Weniger Beachtung findet die Möglichkeit, dass sie bzw. ihre Liebsten bei einem Blackout gar nicht in den eigenen vier Wänden sind. Aufholbedarf besteht sicherlich beim Vereinbaren von Treffpunkten und wie alle Mitglieder zurück in den Haushalt finden“, so Studienautor Mag. Alexander Zeh von Ipsos Austria.

80% würden Nachbarschaftshilfe leisten

Obwohl die Sorge vor einem Anstieg von Kriminalität bei einem Blackout als größte Angst genannt würde, geben 41% der Befragten an, dass sie sehr wahrscheinlich und 44% eher wahrscheinlich Nachbarschaftshilfe leisten würden. „Diese Zahlen unterstreichen auch Erfahrungen bei anderen Katastrophen – die Menschen unterstützen und helfen einander. Immerhin sind mehr als acht von zehn bereit, ihren Nächsten zur Hilfe zu eilen“, ordnet Zeh die Ergebnisse ein.

Blackout bei Versicherungen nicht ausgeschlossen

Wie sollten sich nun die Österreicher:innen abseits von Vorräten auf einen möglichen Blackout vorbereiten? „Auch Versicherungen leisten hier einen wichtigen Beitrag«, ist sich Helvetia-CEO Thomas Neusiedler sicher. Denn bestehende Versicherungslösungen schließen einen Blackout explizit nicht aus. „Eine eigene Blackoutversicherung ist gar nicht nötig, wichtiger ist, das Wissen zu stärken, welche Versicherungen im Falle eines Blackouts notwendig sind und wie die Deckungen aussehen.“

Hier besteht ein Aufholbedarf, wie die Ergebnisse der Studie zeigen. Dass Kühlgut bei einem Stromausfall versichert ist, bejahen noch über 40% der Befragten. Bei Schäden an Elektrogeräten während eines Blackouts nimmt nur ein Viertel an, dass diese mitversichert sind. „Mit einer Haushalts- und Eigenheimversicherung ist mein Hab und Gut abgesichert – auch wenn der Strom ausgeht. Außerdem schützt die Haftpflicht vor möglichen Folgeschäden gegenüber Dritten, auch das sollte bei einem Blackout nicht außer Acht gelassen werden“, führt Thomas Neusiedler fort.

Gut versichert mit Haushalts-, Unfall- und Kfz-Kaskoversicherung

Neben der Haushaltsversicherung verdeutlicht Neusiedler die Relevanz einer Unfallversicherung, wenn kein elektronisches Licht mehr funktioniert, sowie einer Kaskoversicherung, wenn Autos ohne Ampeln auf Straßen unterwegs sein müssen.

„Subjektiv schätzen die Befragten die essenziellen Versicherungen schon richtig ein“, führt Werner Panhauser, Vorstand Vertrieb & Marketing bei Helvetia Österreich, die Ergebnispräsentation fort. „Mehr als 50% der Befragten empfinden die Haushaltsversicherung, die Rechtsschutz- und die Unfallversicherung als essenziell im Falle eines Blackouts. Wir sehen das ähnlich, aber nicht ganz gleich wie die Befragten. Unsere Empfehlung lautet für Privatkunden im Falle eines Blackouts: Haushalts-, Unfall- und Kfz-Kaskoversicherung.“

Blackout auch für Firmenkunden relevant

Das betrifft jedoch nicht nur Privatpersonen, auch Firmen sollte ihre Versicherungen überprüfen und gerade im Bereich Elementar- und Betriebsunterbrechungsversicherung auf Nummer sicher gehen.

„Wir arbeiten hier auch mit unserem Vertrieb eng zusammen und weisen unsere Partner:innen aktiv auf das Thema Blackout hin. Der Versicherungsschutz ist ja bereits in zahlreichen Lösungen vorhanden, er muss nur erkannt und kommuniziert werden – hier haben unsere Vermittler:innen auch einen Aufklärungsauftrag“, berichtet Vertriebsvorstand Werner Panhauser.

Foto oben (v.l.n.r): Werner Panhauser, Alexander Zeh und Thomas Neusiedler

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