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Creditreform: Unternehmensinsolvenzen in Europa steigen weiter – Österreich im Mittelfeld

(Bild: © Vitalii Vodolazskyi - stock.adobe.com)

Creditreform: Unternehmensinsolvenzen in Europa steigen weiter – Österreich im Mittelfeld

11. Mai 2026

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Die aktuelle Analyse von Creditreform zeigt für 2025 einen erneuten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Europa. Auch in Österreich nehmen die Fallzahlen weiter zu. Mit knapp 7.000 Insolvenzen liegt das Land im europäischen Mittelfeld, wobei insbesondere der Dienstleistungssektor betroffen ist.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 11.05.2026

Europaweit vierter Anstieg in Folge

Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa war 2025 von leichtem Wachstum geprägt, gleichzeitig aber weiterhin durch strukturelle Belastungen gekennzeichnet. Dazu zählen unter anderem hohe Energiepreise, geopolitische Spannungen und ein schwacher Welthandel.

Vor diesem Hintergrund ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Westeuropa erneut gestiegen. Insgesamt wurden 197.610 Fälle registriert, was einem Anstieg von 4,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es handelt sich damit um den vierten Anstieg in Folge, wobei die Dynamik zuletzt etwas nachgelassen hat.

Österreich: 6.982 Insolvenzen und vierter Anstieg in Folge

In Österreich wurden im Jahr 2025 insgesamt 6.982 Unternehmensinsolvenzen registriert. Gegenüber 2024 mit 6.693 Fällen entspricht das einem Anstieg von 4,3%. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Bereits zum vierten Mal in Folge ist die Zahl der Insolvenzen gestiegen. Das aktuelle Niveau wurde zuletzt im Jahr 2009 erreicht.

Im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern liegt Österreich damit im Mittelfeld. Während einzelne Länder deutlich stärkere Zuwächse verzeichnen, zeigen andere Staaten stabile oder rückläufige Entwicklungen.

Insolvenzquote: Österreich über dem westeuropäischen Durchschnitt

Ein differenzierter Blick ergibt sich bei der Insolvenzquote. In Österreich kommen 116 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen. Damit liegt Österreich deutlich über dem Durchschnitt in Westeuropa, der bei 69 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt.

Im europäischen Vergleich bewegen sich nur wenige Länder auf einem höheren Niveau, darunter etwa Luxemburg, die Schweiz oder Dänemark.

Dienstleistungssektor mit Abstand am stärksten betroffen

Die Analyse zeigt auch eine klare sektorale Verteilung der Insolvenzen in Österreich. Der Dienstleistungssektor stellt mit 52,7% den größten Anteil am Insolvenzgeschehen. Es folgen der Handel einschließlich Gastgewerbe mit 28,7% sowie das Baugewerbe mit 14,6%. Das Verarbeitende Gewerbe macht 4,0% der Fälle aus.

Auffällig ist dabei die Entwicklung im Jahr 2025: Während die Insolvenzen im Dienstleistungssektor um 10,6% gestiegen sind, gingen die Fallzahlen in den übrigen Hauptsektoren zurück – insbesondere im Baugewerbe.

Entwicklung im europäischen Kontext

Insgesamt zeigt sich, dass Österreich Teil eines breiteren Trends ist. In den meisten westeuropäischen Ländern sind die Insolvenzzahlen gestiegen, wobei die Fallzahlen vielerorts inzwischen über dem Vorkrisenniveau liegen.

Parallel dazu verlief die Entwicklung in Mittel- und Osteuropa unterschiedlich: Dort ging die Zahl der Insolvenzen 2025 insgesamt zurück, was jedoch auch auf unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen zurückzuführen ist

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