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BIPAR mid-term meeting 2026 in Wien: Austausch zu Regulierung und Vermittlerpraxis

(Bild: © eap.at)

BIPAR mid-term meeting 2026 in Wien: Austausch zu Regulierung und Vermittlerpraxis

26. Januar 2026

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4 Min. Lesezeit

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Recht & Wissen

Beim BIPAR mid-term meeting 2026 kamen rund 120 europäische Branchenvertreterinnen und -vertreter in Wien zusammen, um über regulatorische Entwicklungen, Vorsorgethemen und die Rolle der Versicherungsvermittlung zu diskutieren.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 26.01.2026

Wien war 2026 Austragungsort des BIPAR mid-term meetings der European Federation of Insurance Intermediaries. Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus zahlreichen europäischen Ländern nahmen an dem Treffen teil, bei dem aktuelle regulatorische Weichenstellungen, Marktbedingungen und Zukunftsfragen der Versicherungsvermittlung im Mittelpunkt standen. Gastgeber war der Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten.

BIPAR vertritt 47 nationale Verbände aus 31 Ländern und fungiert als Schnittstelle zwischen den nationalen Interessenvertretungen der Versicherungsvermittler und den europäischen Institutionen. KommR Christoph Berghammer, MAS, Fachverbandsobmann der österreichischen Versicherungsmakler, betonte in diesem Zusammenhang:

"Dass Wien als Austragungsort des BIPAR mid-term meetings ausgewählt wurde, ist auch ein Zeichen der Anerkennung für die konsequente europäische Arbeit unseres Fachverbands. Österreich bringt sich auf Augenhöhe in zentrale Zukunftsfragen der Branche ein."

Themenschwerpunkte des „Österreich Vormittags“

Ein zentraler Programmpunkt war der vom Fachverband organisierte „Österreich Vormittag“, bei dem nationale Perspektiven in den europäischen Kontext gestellt wurden. Dr. Nadine Wiedermann Ondrej, Vertreterin der Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen, sprach über betriebliche und private Altersvorsorge sowie die Bedeutung von Finanzbildung. Sie verwies auf demografische Entwicklungen und die Rolle ergänzender privater Vorsorgelösungen im österreichischen System.

Ministerialrat MMag. Stefan Trojer aus dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus erläuterte die aktuellen und kommenden regulatorischen Rahmenbedingungen für Versicherungsvermittler. Er ging auf Erfahrungen mit der Umsetzung von IDD und IMD ein und skizzierte die Bedeutung der geplanten nationalen Umsetzung der Retail Investment Strategy für die künftige Vermittlerpraxis.

Prof. Mag. Erwin Gisch, MBA, Geschäftsführer des Fachverbands der Versicherungsmakler, stellte die Struktur des österreichischen Versicherungsmarkts dar. Er verwies auf die hohe Versicherungsdichte mit mehr als 50 Millionen Verträgen und einem Prämienvolumen von rund 21,4 Milliarden Euro sowie auf die zentrale Rolle kleiner und mittlerer Vermittlerbetriebe. Zudem hob er das eigenständige Maklergesetz und die Rechtsservice- und Schlichtungsstelle des Fachverbands als wichtige Elemente der Qualitätssicherung hervor.

Katharina Freingruber, LL.B., Fachgruppenobfrau der Versicherungsmakler im Burgenland und Leiterin des Arbeitskreises „Women Wanted“, stellte die Initiative zur Förderung von Frauen in der Versicherungsvermittlung vor. Ziel sei es, Sichtbarkeit, Vernetzung und Nachwuchsarbeit in der Branche zu stärken.

Bereits am Vorabend des Treffens fand ein „Women Wanted Get together“ statt. Dabei sprach Dr. Judit Havasi, Vorstandsvorsitzende der DONAU Versicherung, über Führungsfragen und Vielfalt im Versicherungsbereich. Eine Videobotschaft von Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, ergänzte den Austausch.

Das mid-term meeting wurde am zweiten Konferenztag mit weiteren Sitzungen fortgesetzt und diente dem intensiven europäischen Dialog zu gemeinsamen Herausforderungen der Versicherungsvermittlung.

Foto oben: KommR Christoph Berghammer, MAS, Fachverbandsobmann der österreichischen Versicherungsmakler

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