Künstliche Intelligenz gewinnt auch in der Kapitalanlage an Bedeutung. Die WWK arbeitet an datenbasierten Analyse- und Entscheidungsprozessen, die technologische Verfahren mit klassischem Fondsmanagement verbinden. Welche Anforderungen damit verbunden sind und wie solche Modelle in Österreich eingeführt werden, erläutern Stefan Bauer, Abteilungsleiter Werbung/Verkaufsförderung der WWK Versicherungen und Verwaltungsrat der WWK Investment S.A., und Dr. Björn Lutz, Geschäftsführer der WWK Investment S.A., sowie Stefan Otto, Vertriebsdirektor der WWK für Österreich.

Stefan Bauer (© WWK)
Österreich zählt für die WWK zu jenen Märkten, in denen neue KI-gestützte Investmentansätze strukturiert ausgerollt werden. Die Implementierung dieses datenbasierten Entscheidungsmodells erfolgt in einem Umfeld, das auf nachvollziehbare Prozesse und klare Kriterien in der Kapitalanlage Wert legt. „Österreich spielt dabei eine wichtige Rolle: Wir sehen hier einen reifen, aber zugleich aufgeschlossenen Markt, in dem innovative Fondslösungen stark nachgefragt werden. Mit dem WWK KI Alpha – Aktien Welt wollen wir ein Angebot schaffen, das Berater wie auch Endkunden anspricht – mit einer klaren Story und einem echten Mehrwert gegenüber klassischen Produkten“, so Bauer.
Schulung, Information und Transparenz im Vertrieb

Stefan Otto (© WWK)
Um Funktionsweisen und Hintergründe verständlich zu machen, setzt die WWK auf strukturierte Informations- und Schulungsformate. Dazu zählen regelmäßige Berichte sowie digitale und persönliche Weiterbildungsangebote, die den Einsatz datenbasierter Investmentmodelle nachvollziehbar machen sollen. „Wir stellen regelmäßig Monatsberichte mit Wertentwicklung, Top-Ten-Positionen und detaillierten Performance-Erklärungen zur Verfügung. Außerdem bieten wir Schulungen und digitale Workshops an, um die Funktionsweise des Fonds und die Chancen von KI in der Kapitalanlage verständlich zu machen. So können Berater ihren Kunden das Konzept transparent und nachvollziehbar vermitteln“, erklärt Otto.
Integration in bestehende Vorsorgestrukturen
Der Einsatz KI-gestützter Analysen wird in bestehende Beratungs- und Vorsorgestrukturen integriert. Dadurch können Vermittler datengetriebene Entscheidungsmodelle ohne neue Produktlogik in ihre Gespräche einbinden. „Der WWK KI Alpha – Aktien Welt ist in der bestehenden und am Markt etablierten Fondspolizze der WWK nutzbar. Damit können unsere Kunden ihre langfristige Vorsorge auf rationalen, datenbasierten Entscheidungen aufbauen. Für Vermittler entsteht ein starkes Argument: Sie können ihren Kunden zeigen, dass moderne Technologie und leistungsstarke Rentenversicherungen Hand in Hand gehen – und damit langfristig attraktive Renditechancen für die Altersvorsorge eröffnen“, so Otto.
Datenbasierte Titelselektion und Analyseverfahren

Dr. Björn Lutz (© WWK)
Im Kern der Strategie stehen umfangreiche Datenanalysen, die automatisiert ausgewertet werden. Diese Vorgehensweise ergänzt das traditionelle Research und erweitert die Möglichkeiten der Titelselektion. „Die KI verarbeitet täglich rund 500.000 Finanzinformationen und kann Muster erkennen, die für den Menschen unsichtbar bleiben. Dadurch identifiziert sie jene Aktien mit der höchsten Wahrscheinlichkeit einer Outperformance gegenüber dem MSCI World. Das Ziel ist also eine echte Mehrrendite – nicht durch Zufall, sondern durch systematische Titelselektion“, betont Lutz.
Rolle des Fondsmanagements und Risikokontrolle
Trotz der Nutzung technischer Verfahren bleibt die Entscheidungsverantwortung beim Fondsmanagement. Die KI liefert Empfehlungen, während die finale Allokation und Überwachung durch das Team erfolgt. „Die KI liefert datenbasierte Empfehlungen, aber die letztendliche Steuerung liegt immer beim Fondsmanagement der WWK Investment S.A. Unser Team überwacht die Ergebnisse, prüft Plausibilität und sorgt für ein kontinuierliches Risikomanagement. So entsteht eine Kombination aus technologischem Know-how und menschlicher Erfahrung“, so Lutz.
Zielsetzung und langfristige Wirkung
Die Kommunikation des Ansatzes erfolgt bewusst transparent. Damit soll nachvollziehbar werden, welche Ziele realistisch erreichbar sind und wie sich kleine Renditeunterschiede langfristig auswirken. „Der Fonds strebt eine jährliche Outperformance von rund 2% gegenüber dem MSCI World nach Kosten an. Das mag zunächst überschaubar klingen, aber langfristig summiert sich diese Mehrrendite erheblich. Entscheidend ist: Wir kommunizieren klar, dass der WWK KI Alpha – Aktien Welt kein Wundermittel ist, sondern ein disziplinierter, transparenter Prozess mit realistischen Zielen“, betont Bauer.
Verhalten in Stressphasen
Analysen vergangener Stressphasen sollen zeigen, wie sich ein datenbasierter Ansatz in volatilen Marktumfeldern verhalten kann. Die Untersuchung der Corona-Krise liefert dafür ein Beispiel. „Tatsächlich hätte die KI die Zahl der Portfoliotitel massiv innerhalb kürzester Zeit auf rund 200 erhöht und damit genau das getan, was wir als Fondsexperten stets empfehlen: sich breit gestreut in der Kapitalanlage aufstellen. Dadurch erzielte der Fonds in den ersten drei Monaten nach Pandemieausbruch eine klare Outperformance gegenüber dem MSCI World“, erklärt Lutz.
Erste Rückmeldungen aus dem österreichischen Vertrieb
Die bisherigen Rückmeldungen aus dem österreichischen Vertrieb zeigen ein großes Interesse an der Verbindung aus datenbasierten Verfahren und klassischem Managementansatz. „Wir haben den neuen KI-Fonds erst kürzlich im Rahmen einer Roadshow an mehreren Standorten in Österreich über 600 Teilnehmern vorgestellt. Das Fondskonzept wird von unseren Vertriebspartnern mit hohem Interesse aufgenommen. Es gab viele Aha-Effekte hinsichtlich der Einsatzfelder von KI im Asset Management“, so Otto.
Ausblick auf die Bedeutung datenbasierter Vorsorgelösungen
Für die kommenden Jahre rechnet die WWK mit einer wachsenden Bedeutung datengetriebener Vorsorgelösungen. Die Nachfrage nach strukturierten, nachvollziehbaren Modellen dürfte weiter steigen. „Wir sind überzeugt, dass KI-basierte Investmentlösungen in Österreich großes Wachstumspotenzial in der privaten Altersvorsorge haben. Anleger suchen zunehmend nach Ansätzen, die wissenschaftlich fundiert, nachvollziehbar und weniger emotional gesteuert sind. Genau hier setzt unser Fonds an“, so Bauer.
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