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Studie zeigt deutliche Unterschiede bei Wartezeiten zwischen Kassen- und Wahlärzten

Studie zeigt deutliche Unterschiede bei Wartezeiten zwischen Kassen- und Wahlärzten

21. Januar 2026

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2 Min. Lesezeit

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Studien

Eine neue Studie von krankenversichern.at analysiert die Wartezeiten auf Facharzttermine im öffentlichen und im privaten Bereich und zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen den beiden Versorgungssystemen: Kassenpatienten warten je nach Fachrichtung bis zu 13-mal länger als Privatpatienten.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 21.01.2026

Die Ergebnisse zeigen, dass Kassenpatienten in mehreren Fachrichtungen deutlich länger auf Termine warten müssen als Patientinnen und Patienten im Wahlarztbereich. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied in der Augenheilkunde. Während im Kassensystem eine Wartezeit von 52 Tagen festgestellt wurde, lag die Terminverfügbarkeit bei Wahlärzten bei vier Tagen, was einem bis zu 13-fach schnelleren Zugang entspricht. In der Orthopädie und Schmerzbehandlung betrug die mediane Wartezeit im Kassensystem rund 24 Tage, während Wahlarzttermine bereits nach zwei Tagen verfügbar waren. Auch in der bildgebenden Diagnostik zeigte sich eine klare Differenz: Für MRT- oder CT-Untersuchungen lag die Wartezeit im öffentlichen Bereich bei 14 Tagen, im privaten Sektor bei drei Tagen.

Auch in stark nachgefragten Fächern deutliche Differenzen

Selbst in stark frequentierten Fachrichtungen wie Gynäkologie und Urologie, in denen Kassenpatienten im Median 46 beziehungsweise 48 Tage auf einen Termin warten mussten, blieb die Wartezeit bei Wahlärzten unter der Zwei-Wochen-Marke und lag bei jeweils 13 Tagen. Insgesamt lagen die Wartezeiten im Wahlarztbereich in allen 14 untersuchten Fachrichtungen unter zwei Wochen.

Sebastian Arthofer, COO von krankenversichern.at:

"Die Daten zeigen eine klare Zweiteilung der Geschwindigkeit. Das bewegt die Menschen: Für 7 von 10 ist die Vermeidung von Wartezeiten heute das Hauptmotiv für eine private Krankenversicherung."

Methodik der Studie

Grundlage der Auswertung sind insgesamt 3.182 Terminrückmeldungen, davon 1.591 neu erhobene Wahlarzttermine. Die Erhebung erfolgte österreichweit zwischen Ende November 2025 und Mitte Jänner 2026 . Die Studie basiert auf 1.591 standardisierten Mystery-Anfragen bei Wahlärzten in ganz Österreich. Erhoben wurde jeweils der nächstmögliche Routine-Termin in 14 Fachrichtungen. Die Ergebnisse wurden nach Bevölkerungszahl der Bundesländer gewichtet und statistisch anhand des Medians ausgewertet, um Verzerrungen durch Ausreißer zu vermeiden.

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