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Allianz-Umfrage: Jede siebte Person hatte bereits einen Unfall am Berg

(Bild: © Allianz)

Allianz-Umfrage: Jede siebte Person hatte bereits einen Unfall am Berg

22. Mai 2026

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4 Min. Lesezeit

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Studien

Eine aktuelle Umfrage der Allianz Österreich zeigt, dass Wandern und Bergsteigen weiterhin zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten zählen. Gleichzeitig berichtet fast jede siebte befragte Person von einem Unfall oder einer Verletzung beim Wandern oder Bergsteigen. Die Allianz weist darauf hin, dass Freizeitunfälle am Berg nicht über die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt sind und bietet dafür eine private Unfallversicherung an.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 22.05.2026

65% der Befragten gehen laut der Allianz-Umfrage zumindest einmal pro Jahr wandern. 22% unternehmen Touren im alpinen Gelände, 18% sind sogar mehr als zehnmal jährlich unterwegs. Vier von fünf Befragten schätzen ihre Fähigkeiten als sehr gut oder eher gut ein. Männer bewerten ihre Erfahrung mit 86% deutlich häufiger positiv als Frauen mit 74%.

37% trauen sich zu, eine Gruppe anzuführen. Auch bei der Tourenplanung sehen viele sich gut vorbereitet: Jeweils 80% prüfen den Wetterbericht und kontrollieren vorab ihre Ausrüstung. 76% wählen die Route passend zu Kondition und Erfahrung. Gleichzeitig informiert jedoch nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten eine außenstehende Person über die geplante Route.

Risiken am Berg bleiben häufig

Die Umfrage zeigt auch zahlreiche Risikosituationen beim Wandern und Bergsteigen. 22% geben an, sich selbst bereits überschätzt zu haben. 37% gerieten schon in gefährliche Wettersituationen, 31% haben sich verlaufen oder die Orientierung verloren. Fast 40% mussten eine Wanderung bereits abbrechen. 15% hatten beim Wandern oder Bergsteigen bereits einen Unfall oder eine Verletzung. In knapp 7% der Fälle musste die Bergrettung gerufen werden.

Zusätzlich berichten knapp 40% der Befragten, bereits einmal ein abgezäuntes Almgebiet durchquert zu haben. 18% hatten schon eine bedrohliche Begegnung mit Kühen.

Auch zwischenmenschliche Konflikte spielen laut der Erhebung eine Rolle. 11% der Befragten geben an, bereits einen ernsthaften Konflikt mit Begleitpersonen erlebt zu haben, weil Leistungsniveau oder Risikobereitschaft nicht zusammengepasst hätten. Fast ein Viertel passte sich nach eigenen Angaben einer Gruppe an, obwohl man sich dabei unwohl fühlte.

Jüngere häufiger im alpinen Gelände unterwegs

Besonders hoch ist die Wanderaktivität laut der Umfrage bei der Generation Z. Drei Viertel der jungen Befragten gehen zumindest einmal jährlich wandern, 44% auch im alpinen Gelände. Bei den Babyboomern wandern zwar noch 61%, ins Hochgebirge zieht es jedoch nur knapp 10%.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Tirol weist mit 81% den höchsten Anteil an Wandernden auf, gefolgt von Salzburg und Kärnten mit jeweils 75%. In Wien gehen laut der Umfrage 55% zumindest einmal jährlich wandern, in Niederösterreich 49%.

Allianz verweist auf private Unfallversicherung

Laut Allianz sind Wanderunfälle nicht über die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt. Kosten können etwa bei dauerhaften Beeinträchtigungen, längeren Rehabilitationsmaßnahmen oder Hubschrauberbergungen entstehen.

Die Allianz bietet dafür eine private Unfallversicherung an. Diese umfasst unter anderem Arzt- und Operationskosten, Physiotherapie, Hubschrauberbergungen sowie Unterstützungsleistungen im Alltag. Bei bleibenden Beeinträchtigungen sind einmalige Kapitalleistungen oder monatliche Rentenzahlungen vorgesehen. Der Versicherungsschutz gilt ganzjährig und nicht nur während der Wandersaison.

Jörg Hipp, Chief Product Officer der Allianz Österreich:

"Wer in die Berge geht, denkt meistens an die richtige Ausrüstung, aber selten an den richtigen Versicherungsschutz. Dabei kann ein Unfall am Berg nicht nur körperlich, sondern auch finanziell einschneidende Folgen haben. Eigenverantwortung bedeutet eben auch, vorgesorgt zu haben, bevor etwas passiert."

Foto oben: Jörg Hipp, Chief Product Officer der Allianz Österreich

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