Eine repräsentative YouGov-Studie im Auftrag des Webhosters world4you zeigt, dass 53% der Österreicher generative KI bereits ausprobiert haben. Während 77% der 18- bis 24-Jährigen KI nutzen, sind es in der Generation 55+ nur 36%; lediglich 9% setzen KI regelmäßig ein.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 24.02.2026
Künstliche Intelligenz ist in Österreich breit bekannt, die Nutzung unterscheidet sich jedoch deutlich zwischen den Generationen. Laut Internet-Kompass von world4you auf Basis einer repräsentativen YouGov-Studie haben 53% der Österreicher generative KI bereits ausprobiert.
37% stehen KI grundsätzlich positiv gegenüber, 26% bewerten sie eher negativ. 35% äußern sich neutral, was auf eine anhaltende Unsicherheit im Umgang mit der Technologie hindeutet.
Deutliche Unterschiede zwischen den Generationen
Besonders stark verbreitet ist die Nutzung unter jungen Menschen. 77% der 18- bis 24-Jährigen haben generative KI bereits verwendet, 55% dieser Altersgruppe bewerten die Technologie positiv. In der Generation 55+ liegt die Nutzung mit 36% nur etwa halb so hoch, und lediglich 26% äußern eine positive Haltung.
Auch zwischen Männern und Frauen zeigen sich Unterschiede in der Bewertung. 43% der Männer stehen KI positiv gegenüber, bei den Frauen sind es 31%. Bei der tatsächlichen Nutzung ist der Abstand geringer: 56% der Männer und 50% der Frauen haben generative KI bereits ausprobiert.
Nutzung meist nur vereinzelt
Trotz der vergleichsweise hohen Bekanntheit ist KI im Alltag vieler Menschen noch nicht fest verankert. Nur 9% der Befragten nutzen die Technologie regelmäßig. 45% geben an, KI lediglich ein wenig ausprobiert und anschließend nicht weiter genutzt zu haben.
Auch beruflich spielt KI bislang eine untergeordnete Rolle. 3% setzen sie überwiegend im Job ein, während 13% sie vor allem privat nutzen.
Unter jenen, die KI bislang nicht verwenden, nennen 48% fehlenden Bedarf als Hauptgrund. 32% wissen nicht, wofür sie KI konkret einsetzen sollen, und 33% geben an, der Technologie grundsätzlich zu misstrauen.
Sandra Trummer-Gabler, Geschäftsführerin von world4you:
"Die Ergebnisse zeigen ganz klar: Die Neugier der Österreicherinnen und Österreicher ist geweckt, aber der ‚Praxis-Funke‘ springt noch zu langsam über. Viele sehen KI gegenwärtig noch als interessante Spielerei denn als echten Problemlöser. Unsere Aufgabe als Technologiebranche ist es nun, vom Hype zur Anwendung zu kommen und konkrete Use-Cases aufzuzeigen und diese auch in die bestehenden Arbeitsabläufe und Prozesse integrierbar zu machen, damit Vertrauen entsteht. Dann wird aus dem ‚Mal ausprobieren‘ zunehmend ein echter Mehrwert für den digitalen Alltag und den Wirtschaftsstandort Österreich."
Methodik der Erhebung
Für den world4you Internet-Kompass wurden im September 2025 insgesamt 2.005 Personen durch das Marktforschungsunternehmen YouGov online befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 18 Jahren.
Foto oben: Sandra Trummer-Gabler, Geschäftsführerin von world4you
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