Eine Analyse der Wiener Städtischen Versicherung zeigt einen Zusammenhang zwischen internationalen Fußballturnieren und der Zahl der Einbrüche in Österreich. Während Welt- und Europameisterschaften werden im Durchschnitt mehr Einbrüche in Wohnungen und Häuser verzeichnet als in vergleichbaren Zeiträumen ohne Turnier.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 12.06.2026
Laut Analyse der Wiener Städtischen liegt die Zahl der Einbrüche während Fußball-Welt- und Europameisterschaften im Schnitt um rund 11% höher als in vergleichbaren Zeiträumen ohne Großevent.
Besonders deutlich fiel der Anstieg bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aus. Aufgrund der Zeitverschiebung wurden viele Spiele erst spät abends oder nachts übertragen. Während dieses Turniers wurden rund 20% mehr Einbrüche registriert als in vergleichbaren Zeiträumen. Damit war die WM 2014 der Höchstwert im Beobachtungszeitraum.
Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung:
"Die Fußball-WM ist nicht nur ein Fest für Fans, sondern leider auch eine Gelegenheit für Kriminelle – erhöhte Wachsamkeit kann helfen, Risiken zu minimieren, vor allem wenn die WM in Übersee stattfindet."
Zeitverschiebung als zusätzlicher Risikofaktor
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada sieht die Wiener Städtische ähnliche Rahmenbedingungen. Auch bei diesem Turnier werden zahlreiche Spiele aufgrund der Zeitverschiebung zu später Stunde übertragen.
Langfristig zeigt die Analyse allerdings einen Rückgang der Einbruchszahlen. Zuletzt wurden während eines Turniers durchschnittlich rund 15 Einbrüche pro Tag registriert. Die Wiener Städtische führt dies unter anderem auf Präventionsmaßnahmen und ein gestiegenes Sicherheitsbewusstsein zurück.
Foto oben: Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung
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