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Nachhaltigkeitsfrühstück der Hagelversicherung widmet sich Boden- und Klimaschutz

(Bild: © ÖHV)

Nachhaltigkeitsfrühstück der Hagelversicherung widmet sich Boden- und Klimaschutz

22. Juni 2026

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3 Min. Lesezeit

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Recht & Wissen

Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik nahmen am 16. Nachhaltigkeitsfrühstück der Österreichischen Hagelversicherung teil. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Bedeutung von Boden- und Klimaschutz sowie die Rolle erneuerbarer Energien für die Versorgungssicherheit.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 22.06.2026

Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung, sprach sich für einen stärkeren Schutz von Böden sowie für eine langfristige Ausrichtung wirtschaftlicher Entscheidungen aus.

"Unsere Äcker und Wiesen dürfen daher nicht länger als billigste Reserveflächen für Verbauung missbraucht werden. Wir müssen Wirtschaft neu denken: Wohlstand darf nicht nur an kurzfristigem Wachstum gemessen werden, sondern auch daran, ob wir unsere Lebensgrundlagen erhalten. Naturkapital muss denselben Stellenwert bekommen wie Finanzkapital. Wer unverbaute Böden erhält, sichert Erträge. Wer regionale Produktion stärkt, stärkt Versorgungssicherheit, Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Boden- und Klimaschutz sind daher kein Bremsklotz, sondern Voraussetzung für stabile wirtschaftliche Entwicklung."

Erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit

Gastrednerin der Veranstaltung war Sigrid Stagl, Wissenschafterin des Jahres 2024, Gründerin des Instituts für Ökologische Ökonomie an der WU Wien und Leiterin des WU Competence Center for Sustainability Transformation and Responsibility. In ihrer Keynote beschäftigte sie sich mit der Rolle von Klima- und Bodenschutz für die Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Industriepolitik sowie mit der Bedeutung erneuerbarer Energien für die Versorgungssicherheit.

Ein Schwerpunkt lag auf der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Darüber hinaus thematisierte Sigrid Stagl die Folgen des Bodenverbrauchs und sprach sich für einen sorgsamen Umgang mit Bodenressourcen aus:

"Boden zu schützen ist keine Nostalgie, sondern ökonomische Vernunft: Wer heute weiter versiegelt, zahlt morgen doppelt – bei Ernährungssicherheit, Hochwasserschäden und Lebensqualität."

Abschließend betonte Weinberger die Bedeutung des Schutzes natürlicher Ressourcen für die langfristige Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit Österreichs. Boden- und Klimaschutz sowie der Ausbau erneuerbarer Energien seien dafür wesentliche Voraussetzungen.

Foto oben v.l.n.r.: Eva Schulev-Steindl, Karl Gruber, Anton Reinl, Ferdinand Lembacher, Wolfgang Petschko, Kurt Weinberger, Verena Ehold, Ernst Karpfinger, Sigrid Stagl, Günter Griesmayr, Anja Haider-Wallner, Ulrich Herzog, Matthias Grün, Anton Kasser, Reinhard Mang, Richard Auer-Welsbach, Christina Mutenthaler, Franz Kosyna, Gerhard Starsich, Monika Forstinger, Thomas Schäfer-Elmayer, Christian Eltner

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