Der Wiener Maklertag hat sich als konstante Plattform für fachlichen Austausch innerhalb der Branche etabliert. Beim 23. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler am 12. März 2026 steht erneut die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Berufsstand unter veränderten Rahmenbedingungen weiterentwickeln kann. KR Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler, erläutert die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 02.03.2026
Das Motto des diesjährigen Maklertags greift laut Mojescick zentrale strukturelle Veränderungen in der Versicherungsbranche auf. Digitalisierung und demografische Entwicklungen wirkten gleichzeitig auf Organisationen, Arbeitsweisen und Kundenbeziehungen. „Die österreichische Versicherungsbranche erlebt einen doppelten Wandel: Digitalisierung verändert die Interaktion mit Kund:innen und zugleich verschiebt sich die Altersstruktur in Belegschaft und Kundschaft. Jüngere bringen digitale Kompetenz, Innovationskraft und neue Kommunikationsformen ein; erfahrene Kolleg:innen verfügen über tiefes Fachwissen, stabile Kundenbeziehungen und Verständnis für regulatorische Anforderungen“, erklärt Mojescick.
Entscheidend sei es, diese unterschiedlichen Stärken nicht isoliert zu betrachten, sondern gezielt miteinander zu verbinden. „Eine unserer größten Herausforderungen derzeit ist es, die Stärken erfahrener Führungskräfte mit dem Innovationsgeist der jungen Generation zu verbinden. Dabei stehen nicht die Unterschiede im Fokus, sondern das Vereinen von Potenzialen, um gemeinsam besser und zukunftsfähiger zu agieren“, so Mojescick.
Kontinuität und inhaltische Auswahl als Erfolgsprinzip
Die Entwicklung des Wiener Maklertags führt Mojescick nicht auf jährliche Neuausrichtung, sondern auf eine konsequente inhaltliche Linie zurück. Themen und Vortragende seien stets bewusst ausgewählt worden. „Wesentlich war immer der Blick über den Tellerrand. Als Fachgruppe war es uns immer schon ein Anliegen, Themen und Speaker:innen zu wählen, die am Puls der Zeit waren – oft schon, bevor sie in Österreich bekannt wurden. Inhalte entstanden nie aus Routine, sondern aus dem Anspruch, Entwicklungen frühzeitig erkennbar zu machen“, erläutert Mojescick.
Gleichzeitig habe man auf Kontinuität in der Form gesetzt. „Generell gilt: ‚Never change a running system‘ – und doch wurde die Veranstaltung stetig weiterentwickelt, ohne sich jedes Jahr neu erfinden zu müssen. Bewahrt wurden jene Elemente, die den Maklertag ausmachen: analoges Zusammenkommen, echte Begegnung und ein Rahmen, in dem gute Gespräche zu starken Ideen führen“, so Mojescick.
Raum für Austausch als Mehrwert der Veranstaltung
Neben fachlichen Impulsen misst Mojescick dem persönlichen Austausch weiterhin große Bedeutung bei. Gerade abseits formeller Programmpunkte entstünden häufig nachhaltige Impulse für die Branche. „Weil man dort nicht nur wertvolle Impulse erhält, sondern im Austausch mit Kolleg:innen oft Gespräche entstehen, aus denen später Ideen und Projekte wachsen, die die Branche wirklich weiterbringen“, so Mojescick.
Foto oben: KR Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler
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