Die PwC Global Investor Survey 2025 zeigt, dass 61% der befragten Investoren den Technologiesektor als attraktivstes Anlagesegment sehen. Gleichzeitig fordern 92% höhere Investitionen in technologische Transformation, während nur 28% mit einer spürbaren Verbesserung des globalen Wirtschaftswachstums im Jahr 2026 rechnen.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 25.02.2026
Investoren weltweit sehen in den kommenden drei Jahren die größten Anlagechancen im Technologiesektor. 61% der Befragten nennen Technologie als attraktivstes Segment, Mehrfachnennungen waren möglich. Mit deutlichem Abstand folgen Asset und Wealth Management mit 25% sowie Energie- und Versorgungsunternehmen mit 24%.
Die Ergebnisse stammen aus der PwC Global Investor Survey 2025, für die 1.074 Investmentfachleute aus 26 Ländern und Regionen befragt wurden. Die Teilnehmer arbeiten unter anderem für Investmentunternehmen, Banken, Private-Equity- und Venture-Capital-Gruppen sowie Hedge-, Pensions- und Staatsfonds. Die Erhebung wurde bereits zum fünften Mal durchgeführt.
Hohe Erwartungen an KI – aber Wunsch nach Transparenz
92% der Investoren weltweit sind der Ansicht, dass Unternehmen ihre finanziellen Anstrengungen für die technologische Transformation weiter verstärken sollten. Gleichzeitig sehen sie zunehmend Hinweise darauf, dass sich künstliche Intelligenz operativ und finanziell auszahlt. 86% erwarten Produktivitätsgewinne, 71% sehen positive Effekte auf die Rentabilität und 66% auf Umsatzsteigerungen.
78% der Befragten möchten ihre Investitionen in Unternehmen, die eine KI-Transformation verfolgen, mindestens moderat erhöhen. Allerdings halten nur 37% die derzeitige Berichterstattung der Unternehmen über ihre KI-Strategien und -Aktivitäten für ausreichend.
Dr. Rudolf Krickl, CEO, PwC Österreich:
"Investoren wissen, dass KI-Gewinne zunächst Investitionen erfordern. Doch sie erwarten nachvollziehbare, entscheidungsrelevante Kennzahlen, eine glaubwürdige Governance und Belege dafür, dass KI einen klaren und andauernden Effekt auf Kostenstrukturen, Produktivität und Umsätze hat."
Gedämpfte Konjunkturerwartungen
76% der Investoren rechnen damit, dass die Region Asien-Pazifik in den kommenden drei Jahren die meisten Investitionen anziehen wird. Für Nordamerika-Karibik erwarten dies 71%, für Europa 55%.
Vom globalen Wirtschaftswachstum gehen die Befragten hingegen nur eingeschränkt aus. Lediglich 28% glauben, dass sich die weltweite Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2026 moderat bis deutlich verbessern wird.
Die Einschätzung wird durch verschiedene Risikofaktoren geprägt. 55% sehen ein hohes oder extrem hohes Cyberrisiko für ihre aktuellen und potenziellen Portfoliofirmen. 53% halten das Risiko technologischer Disruptionen für groß. Inflation wird von 44% als Belastungsfaktor genannt, makroökonomische Volatilität von 43% und geopolitische Konflikte von 42%.
Resilienz und Investitionen als zentrale Faktoren
88% der Befragten bewerten Ausgaben für Cybersicherheit als wichtigen positiven Faktor für Unternehmen. 73% sehen Vorteile in agilen Geschäftsmodellen, 66% in regulatorischer Compliance und 64% im Lieferkettenmanagement.
Mehr als 70% rechnen mit höherem Wachstum bei Unternehmen, die über traditionelle Branchengrenzen hinaus agieren und sogenannte Domänenstrategien verfolgen. 65% sind der Ansicht, dass Unternehmen ohne eine solche Ausrichtung höheren Disruptionsrisiken ausgesetzt sind. Zudem vertreten 84% die Meinung, dass Unternehmen ihre Investitionen in Maßnahmen zur Klimaanpassung fortführen oder erhöhen sollten.
Für die kommenden drei Jahre erwarten 82% der Investoren steigende Mittel für Forschung und Entwicklung sowie für Kapitalinvestitionen im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren. Mehr als 75% gehen von höheren Ausgaben für M&A-Aktivitäten aus, sieben von zehn rechnen mit steigenden Investitionen in strategische Partnerschaften.
Foto oben: Dr. Rudolf Krickl, CEO, PwC Österreich
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