Eine Analyse von Helvetia Österreich zeigt, dass von Juni bis August im Durchschnitt rund 36% mehr Haftpflichtschäden durch Kinder gemeldet werden als in den Wintermonaten. Als Gründe nennt der Versicherer unter anderem mehr Freizeitaktivitäten im Freien und wechselnde Betreuungssituationen während der Ferien.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 03.07.2026
Nach Angaben von Helvetia verbringen Kinder in den Ferien mehr Zeit im Freien und sind häufiger in wechselnden Betreuungssituationen. Typische Schäden entstehen etwa beim Radfahren, auf Spielplätzen oder in Wohnanlagen. Dazu zählen beschädigte Gegenstände, Dellen an Autos oder Schäden durch Fahrräder und E-Scooter.
Andreas Gruber, Vorstand Schaden-Unfall von Helvetia Österreich:
"Im Sommer sind Kinder aktiver, häufiger draußen unterwegs und in exponierten Situationen – etwa beim Radfahren in Parks oder beim Spielen in Wohnanlagen und auf Spielplätzen. Gleichzeitig wechseln in den Ferien oft die Betreuungssituationen. Kinder sind öfter bei Verwandten, Freundinnen und Freunden oder in externer Betreuung. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Missgeschicke und damit auch das Schadenaufkommen."
Bei der Betreuung durch Familienangehörige könne zudem ein Blick in die Haftpflichtversicherung sinnvoll sein. Laut Helvetia schließen manche Verträge Schäden innerhalb der Familie oder im erweiterten Verwandtenkreis aus oder decken diese nur eingeschränkt. Gruber betont, dass Kinder Schäden meist nicht absichtlich verursachen und ein umfassender Haftpflichtschutz daher gerade in den Sommermonaten wichtig sei, wenn das Risiko nachweislich steige.
Foto oben: Andreas Gruber, Vorstand Schaden-Unfall von Helvetia Österreich
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