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Funk: „Cyber-Risiken“ – Nummer-Eins-Risiko für Unternehmen

Funk: „Cyber-Risiken“ – Nummer-Eins-Risiko für Unternehmen

21. Mai 2021

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4 Min. Lesezeit

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News-Studien

Cyber-Risiken rangieren in der Risikobeurteilung von Unternehmen weiterhin an erster Stelle. Die zweitgrößte Bedrohung bilden Nicht-Berufskrankheiten. Dieses Resultat liefert die Analyse und die Auswertung verschiedener globaler Risiko-Studien und -Umfragen, welche das Funk RiskLab in Zürich alljährlich erstellt.

Mag. Peter Kalab

Redakteur/in: Mag. Peter Kalab - Veröffentlicht am 5/21/2021

Das Ranking der 5 globalen Top Risiken für Unternehmen:

1. Cyber-Risiken

Wie in den Vorjahren werden die Cyber-Risiken in Unternehmen als die größte Bedrohung wahrgenommen. Die Professionalität der Angreifer (gezielte Arbeitsteilung und Erhöhung der Effizienz von Angriffsprozessen) nimmt noch immer dynamisch zu und stellt alle Unternehmen vor große Herausforderungen. Die praktisch über Nacht realisierte Verlagerung von Millionen von Büroarbeitsplätzen in das Homeoffice, ermöglichte den Cyber-Kriminellen einen leichten Einstieg in Unternehmensnetzwerke. Das Ausmaß potentieller Schäden kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden.

2. Pandemie (Nicht-Berufskrankheiten)

Erstmals seit dem regelmäßigen Erscheinen des Funk Global Risk Consensus schafften es sogenannte „Nicht-Berufskrankheiten“ praktisch aus dem Nichts den Sprung in die Top 5 der Unternehmensrisiken. Eine Pandemie wurde in den Vorjahren von keiner der genannten Studien als großes Risiko erfasst. Das Risiko einer Pandemie wurde meist unmittelbar nach einem international bedeutenden Ereignis (z.B. Schweinegrippe, Vogelgrippe, SARS, Ebola) auf den Risikolisten sichtbar. Oft verschwand die Pandemie innerhalb kurzer Zeit von den Risikolisten, da die befragten Unternehmen und Organisationen die Eintrittswahrscheinlichkeit als zu gering beurteilten. Dies zeigt, dass auch Spezialisten schnell vergessen und ihren Fokus auf aktuelle Risiken ausrichten und dadurch latente Risiken vernachlässigen. Es liegt auf der Hand, dass das Risiko der Pandemie mit ihren enormen Auswirkungen und der unterschätzten Wahrscheinlichkeit künftig deutlich an Relevanz gewinnen wird. Doch für wie lange?

3. Ändernde Regulierungen

Gleich gewichtet wie in den beiden Vorjahren, jedoch um einen Rang zurückgestuft, wurde das Risiko der schnellen Veränderungen hinsichtlich nationaler und internationaler Regulierungen. In Zeiten der großen Veränderungen (Digitalisierung, Klimawandel, Energiewende, politische Machtverschiebungen) wird dieses Risiko auch nach dem Regierungswechsel in den USA auf dem Monitor der Risikomanager bleiben.

4. Ungünstige Marktentwicklungen

Einhergehend mit den Unsicherheiten und den Problemen aufgrund der Risiken im Rang 1 bis 3 sind die Unsicherheiten im Hinblick auf die globalen Märkte beziehungsweise Auswirkungen auf die individuelle Marktentwicklung der Unternehmen sowie die gesamte Konjunktur nachvollziehbar.

5. Extreme Wetterereignisse

Der Trend zu mehr und größeren Überschwemmungen, langen Dürreperioden und großen Sturmfronten hat sich gestützt durch die globale Klimaveränderung weiter manifestiert. Dabei werden nicht nur ganze Industrie- oder Tourismusregionen in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch die globalen Lieferketten von Unternehmen. Im Jahr 2020 waren die wirtschaftlichen Auswirkungen in Regionen Asien Pazifik und in Nordamerika durch extreme Wetterereignisse besonders bedeutend.

Im direkten Vergleich zum Vorjahr kann festgestellt werden, dass sich das Risiko „Fachkräftemangel“ vom Rang 4 im Jahr 2020 aus den Top 10 Risiken der Unternehmen verabschiedet hat. Dies mag ein kurzfristig, Corona-bedingtes Phänomen sein.

Hier geht’s zur Grafik „Top 5 Risiken im Überblick“ …

Bild: ©Thaut Images – stock.adobe.com

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