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FMA: Stabile Versicherungsunternehmen in einem schwierigen Umfeld
29. Juni 2020

FMA: Stabile Versicherungsunternehmen in einem schwierigen Umfeld

Österreichs Versicherungswirtschaft konnte sich im ersten Quartal 2020 in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld behaupten. Aus dem von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) veröffentlichten „Quartalsbericht Q1 2020 – Versicherungsunternehmen“ geht unter anderem hervor, dass sich das Volumen der verrechneten Prämien, verglichen mit dem 1. Quartal 2019, um 2,54% auf 5,83 Mrd. erhöht haben.


Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank im Vergleich zum 1. Quartal 2019 um 454,13 Mio. Euro auf 64,73 Mio. Euro. Dies war darauf zurückzuführen, dass das versicherungstechnische Ergebnis um 177,54 Mio. Euro auf 33,54 Mio. Euro abnahm, das Finanzergebnis um 850,65 Mio. Euro auf 130,05 Mio. Euro. Die Summe aller Assets zu Marktwerten (exklusive Kapitalanlagen der fondsgebundenen und indexgebundenen Lebensversicherung) lag zum 31. März 2020 bei 105,79 Mrd. Euro. Die Eigenmittelausstattung der Versicherungsunternehmen ist nach wie vor gut: 54% der Unternehmen weisen einen Solvabilitätsgrad (SCR) von über 200% aus, womit sie über mehr als doppelt so hohe Finanzmittel verfügen, als zur Erfüllung aller Verpflichtungen erforderlich ist. Die stillen Reserven der Kapitalanlagen (ohne jene der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung) nahmen im Quartalsvergleich aber auf 19,79 Mrd. Euro ab, ein Minus von 13,33%. Die Reservequote beträgt damit zum Ende des Berichtzeitraumes 21,84%.

Gutes Versicherungsgeschäft, schwieriges Anlagegeschäft

Aufgegliedert nach Versicherungssparten war die Prämienentwicklung in allen Geschäftsfeldern positiv: in der Schaden- und Unfallversicherung mit +1,08% auf 3,71 Mrd. Euro sowie in der Krankenversicherung mit +5,31% auf 620 Mio. Euro, und sogar die Lebensversicherung schnitt mit +5,17% auf 1,5 Mrd. Euro das dritte Quartal in Folge positiv ab. Die „Umsatz-Rendite“ (EGT zu Prämien) als wesentliche Kennzahl der Ertragskraft hat sich im 1. Quartal 2020 mit minus 946 Basispunkten auf 1,32% im Jahresabstand signifikant verschlechtert.

Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website





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