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durchblicker-Umfrage: Haushalte spüren Inflation schon in fast allen Lebensbereichen

durchblicker-Umfrage: Haushalte spüren Inflation schon in fast allen Lebensbereichen

06. Mai 2022

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4 Min. Lesezeit

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News-Studien

Neun von zehn Österreicher sehen sich zu Einschränkungen bei den Ausgaben gezwungen. Beinahe zwei Drittel blicken sorgenvoll in ihre finanzielle Zukunft und 12% konnten bereits ihre Fixkosten der vergangenen drei Monate nicht mehr aus ihrem Haushaltseinkommen decken. Das zeigt eine aktuelle Einkommensumfrage, bei der das Vergleichsportal durchblicker Mitte April österreichweit 1.200 Haushalte befragt hat.

Mag. Peter Kalab

Redakteur/in: Mag. Peter Kalab - Veröffentlicht am 5/6/2022

Besonders hart trifft die hohe Inflation demnach jene, die nach der Corona-Krise wegen Kurzarbeit oder Verlust des Arbeitsplatzes nach wie vor mit einem geringeren Haushaltseinkommen auskommen müssen – auch wenn dies mittlerweile bei deutlich weniger Haushalten der Fall ist als noch im Winter.

„Viele haben in der COVID-Krise unter beträchtlichen Einkommenseinbußen gelitten. Jetzt noch der sprunghafte Anstieg der Inflation infolge des Ukraine-Kriegs ist für die Haushalte ein Schock. Dementsprechend stark ist auch ihre Reaktion. Handel, Gastronomie und Tourismus werden sich daher auf eine Verlängerung der Durststrecke einstellen müssen“, so durchblicker-Geschäftsführer Reinhold Baudisch.

Laut Umfrage haben 86% bereits in den vergangenen drei Monaten eine Erhöhung ihrer Fixkosten deutlich wahrgenommen. Subjektiv spüren die Haushalte die Teuerung auf einer Skala von 1 bis 6 am deutlichsten bei Treibstoffen (5,3), bei Lebensmitteln (4,4), im Transport und Verkehr (4,3), bei Strom und Heizen (4,0) und in der Gastronomie (4,0). Mehr als die Hälfte sehen die höheren Preise bereits tatsächlich auf ihren Strom- und Gas-Rechnungen.

Praktisch die gesamte Bevölkerung (98%) geht davon aus, dass das tägliche Leben künftig noch teurer wird. Die überwiegende Mehrheit von 62% der Befragten blickt ihrer finanziellen Situation 2022 eher mit Sorge entgegen, jeder fünfte ist extrem beunruhigt.

38% reduzieren Ausgaben stark – 15% suchen schon billigere Wohnung

91% der Österreicherinnen und Österreicher geben an, dass sie ihre Ausgaben bereits im Alltag reduzieren. 38% sagen, sie müssten sich wegen der Teuerungen stark bis sehr stark einschränken. Gespart wird vor allem bei Gastronomie-Besuchen (75%), bei Autofahren und Kleidung (jeweils 70%), bei Reisen (65 Prozent) und bei der Wohnraumausstattung (50 Prozent) sowie bei der Freizeitgestaltung (45% ). Ein Drittel der befragten Haushalte versucht, weniger zu heizen und Strom zu sparen. 15% der Mieterinnen und Mieter sind bereits auf der Suche nach einer billigeren Wohnung.

Lage der Haushalte im Bundesländervergleich – Burgenländer besonders besorgt

Am besorgtesten sind im Bundesländer-Vergleich die Menschen im Burgenland, wo drei Viertel der Haushalte derzeit pessimistisch in die Zukunft blicken. Im Burgenland ist die Lage jetzt schon am prekärsten: 18% der burgenländischen Haushalte, deutlich mehr als in den übrigen Bundesländern, konnten in den vergangenen drei Monaten ihre Fixkosten nicht mit Ihrem aktuellen Haushaltsnettoeinkommen decken. Am zuversichtlichsten sind dagegen die Vorarlberger; dort sagen mit 21% auch deutlich mehr Befragte, dass sie sich bisher nicht einschränken müssen.

Am stärksten von Einkommenseinbußen betroffen sind nach der Corona-Krise derzeit noch Haushalte in Wien und Kärnten (jeweils 23%) sowie Oberösterreich (21%). Österreichweit geben aktuell 18% an, dass sie z.B. aufgrund von Kündigung oder Kurzarbeit nach wie vor mit einem reduzierten Haushaltsnettoeinkommen auskommen müssen. Das sind deutlich weniger als zu Beginn der Pandemie, als 43% der Haushalte betroffen waren. Für die immer noch Betroffenen sind die durchschnittlichen Einbußen mit 624 Euro monatlich jedoch beträchtlich. Drei Viertel gehen nicht oder zumindest nicht fix davon aus, dass sich ihre Situation bis zum Sommer wieder verbessern wird, und ein Viertel ist bereits jetzt nicht mehr in der Lage, seine Fixkosten zu finanzieren.

Bild : ©studio v-zwoelf – stock.adobe.com

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