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BELFOR: Was modernes Schadenmanagement leisten muss

(Bild: © Belfor)

BELFOR: Was modernes Schadenmanagement leisten muss

16. Oktober 2026

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5 Min. Lesezeit

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Im Blickpunkt

Wetterbedingte Schadenereignisse und neue technologische Risiken machen die Schadenabwicklung komplexer. Barbara Leithner, Geschäftsführerin von BELFOR Austria, erklärt im AssCompact Vertriebsinterview, warum gerade die erste Phase eines Schadenfalls entscheidend ist, wie Folgeschäden begrenzt werden können und worauf es in der Zusammenarbeit mit Maklern und Versicherern ankommt.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 16.10.2026

Das Schadenmanagement befindet sich aus Sicht von Barbara Leithner in einem starken Wandel. Neben Starkregen, Hochwasser und Stürmen entstehen durch technologische Entwicklungen neue Risikobilder. Zugleich hätten sich die Erwartungen an eine professionelle Schadenabwicklung verändert.

„Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig schnelle Erstmaßnahmen und eine enge Koordination aller Beteiligten bereits in den ersten Stunden sind. Andererseits steigen die Erwartungen: Kunden wollen rasche Hilfe und laufende Informationen, während Versicherer und Makler transparente Prozesse, Kostenkontrolle und eine belastbare Dokumentation benötigen.“

Vom Schadenereignis zur Wiederherstellung

Nach Eingang einer Schadenmeldung geht es für BELFOR laut Leithner zunächst darum, Dringlichkeit und notwendige Sofortmaßnahmen festzustellen. Parallel werde bereits ein individuelles Sanierungskonzept entwickelt. Bei größeren und komplexeren Schäden sieht sie einen wesentlichen Vorteil darin, dass die einzelnen Schritte nicht getrennt voneinander organisiert werden.

„Die beteiligten Fachbereiche, die wir alle im Haus haben, stimmen ihre Tätigkeiten laufend aufeinander ab. So werden Schnittstellen reduziert, Entscheidungen beschleunigt und unnötige Stillstände vermieden. Gerade bei größeren oder komplexen Schäden ist das entscheidend, um Folgeschäden zu begrenzen und Menschen beziehungsweise Unternehmen möglichst rasch wieder handlungsfähig zu machen.“

Folgeschäden nicht unterschätzen

Nicht allein das ursprüngliche Ereignis bestimmt laut Leithner die Höhe eines Schadens. Feuchtigkeit, Kontamination, Korrosion oder längere Betriebs- und Nutzungsausfälle können erhebliche zusätzliche Kosten verursachen. Deshalb komme es darauf an, mögliche Folgewirkungen früh zu erkennen.

„Entscheidend ist eine schnelle Schadenaufnahme, die richtige Priorisierung der Maßnahmen und der rasche Einsatz geeigneter Fachkräfte. Nach einem Wasserschaden kann beispielsweise zurückbleibende Feuchtigkeit zu Schimmelbildung führen. Nach einem Brandschaden können Rußrückstände und korrosive Brandgase weitere Materialien schädigen.“

Komplexe Schäden brauchen klare Zuständigkeiten

Wo mehrere Fachbereiche und Gewerke gleichzeitig tätig sind, wird die Koordination selbst zu einem wesentlichen Teil der Schadenabwicklung. BELFOR setzt laut Leithner bei größeren Fällen deshalb auf einen verantwortlichen Projektleiter. Er koordiniert Maßnahmen, Termine und Abhängigkeiten und ist zentraler Ansprechpartner für Kunden, Versicherer, Makler und die beteiligten Teams.

„Durch die enge Zusammenarbeit unserer eigenen Fachbereiche sichern wir klare Verantwortlichkeiten, vermeiden Informationsverluste und können bei Veränderungen rasch reagieren. Gleichzeitig profitieren unsere Kunden von kurzen Kommunikationswegen und einer effizienten Abwicklung – von der ersten Schadenaufnahme über die einzelnen Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen bis zum Abschluss des Schadenfalls.“

Makler brauchen einen belastbaren Überblick

Für Makler und Versicherer ist aus Sicht Leithners entscheidend, den aktuellen Stand eines Schadenfalls nachvollziehen zu können. Dabei gehe es nicht darum, möglichst viele Informationen bereitzustellen. Relevant seien vielmehr verständliche und aktuelle Informationen, die für die jeweils anstehenden Entscheidungen benötigt werden.

„Deshalb setzen wir auf eine enge Abstimmung vom ersten Tag an. Relevante Informationen werden dokumentiert, laufend aktualisiert und zielgerichtet kommuniziert. Bei notwendigen Anpassungen suchen wir frühzeitig das Gespräch, statt Entscheidungen erst im Nachhinein zu erklären.“

Wann Schadenmanagement erfolgreich ist

Eine erfolgreiche Abwicklung bemisst Leithner nicht allein an der technischen Wiederherstellung. Auch Reaktionsgeschwindigkeit, Prozessqualität, Kostenbewusstsein und transparente Kommunikation spielen eine wichtige Rolle. Am Ende steht für sie die Frage, wie schnell Menschen ihre Wohnungen wieder nutzen oder Unternehmen ihren Betrieb wieder aufnehmen können.

„Nach 40 Jahren BELFOR Österreich wissen wir: Erfolgreiche Schadenabwicklung ist weit mehr als technische Sanierung. Sie bedeutet, Komplexität zu beherrschen, verlässlich zusammenzuarbeiten und die Auswirkungen eines Schadenereignisses für alle Betroffenen so gering wie möglich zu halten. Fast so als wäre der Schaden nie geschehen.“

Das ganze Interview lesen Sie in der AssCompact Oktober-Ausgabe!

Foto oben: Barbara Leithner, Geschäftsführerin von BELFOR Austria

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