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Allianz Global Wealth Report: Österreich setzt stärker auf Wertpapiere

(Bild: © Allianz)

Allianz Global Wealth Report: Österreich setzt stärker auf Wertpapiere

29. September 2026

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4 Min. Lesezeit

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Studien

Das Geldvermögen der österreichischen Haushalte ist 2025 um 5,0% auf 968,6 Mrd. Euro gestiegen. Gleichzeitig floss mehr als die Hälfte der Neuanlagen in Wertpapiere, deren Anteil am Geldvermögen einen neuen Höchststand erreichte. Inflationsbereinigt fällt die Entwicklung allerdings deutlich schwächer aus. Das zeigt der Allianz Global Wealth Report 2026, der die Vermögens- und Verschuldungssituation in fast 60 Ländern untersucht.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 29.09.2026

Das Brutto-Geldvermögen in Österreich wuchs 2025 stärker als im westeuropäischen Durchschnitt von 4,5%. Den größten Zuwachs verzeichneten Wertpapiere mit 8,0%. Bankeinlagen legten um 3,1% zu, Versicherungen und Pensionen um 1,5%.

Damit verschob sich auch die Zusammensetzung des Vermögens. Wertpapiere erreichten einen Anteil von 46,2%, verglichen mit 36,8% im westeuropäischen Durchschnitt. Der Anteil der Bankeinlagen sank dagegen auf 37,3%.

Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich:

"Das Allzeithoch an Wertpapieren zeigt, dass die Menschen in Österreich renditeorientierter anlegen. Das ist ein positives Signal für den langfristigen Vermögensaufbau. Jetzt gilt es, diesen Schwung auch in die private Altersvorsorge zu tragen, denn Versicherungen und Pensionen wachsen nach wie vor nur verhalten."

14,8 Mrd. Euro in Wertpapiere investiert

Die Neuanlagen österreichischer Haushalte gingen gegenüber dem Vorjahr um 7,6% auf 27,8 Mrd. Euro zurück. Dennoch war dies laut Allianz der zweithöchste Wert seit Beginn der Datenreihe.

53,0% der Neuanlagen flossen in Wertpapiere, 41,3% in Bankeinlagen und 5,1% in Versicherungen und Pensionen. Insgesamt investierten die Haushalte 14,8 Mrd. Euro neu in Wertpapiere. Davon entfielen 7,6 Mrd. Euro auf Investmentfonds, 5,8 Mrd. Euro auf sonstige Wertpapiere und 1,4 Mrd. Euro auf Aktien. Im Vorjahr hatten die Haushalte unter dem Strich noch mehr Aktien verkauft als gekauft.

Inflation belastet die langfristige Bilanz

Deutlich schwächer fällt die Entwicklung unter Berücksichtigung der Inflation aus. Real wuchs das österreichische Geldvermögen 2025 um 1,4%. Seit 2019 erhöhte sich seine Kaufkraft um 1,7%. Gegenüber dem Höchststand von 2021 liegt sie laut Bericht noch immer um 8,1% niedriger.

Die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen 2025 um 0,9% auf 218,9 Mrd. Euro. Hypothekendarlehen gingen um 0,6% zurück. Das Netto-Geldvermögen erhöhte sich dadurch um 6,3% auf 749,7 Mrd. Euro. Die Verschuldungsquote sank von 23,5% auf 22,6%. Mit einem Netto-Geldvermögen von 82.260 Euro pro Kopf liegt Österreich im weltweiten Vergleich auf Rang 16.

Weltweites Geldvermögen bei 268,4 Billionen Euro

Global stieg das Geldvermögen 2025 um 8,6% auf 268,4 Billionen Euro. Rund vier von fünf Euro des Vermögenszuwachses entfielen laut Allianz auf Wertsteigerungen.

Wertpapiere legten weltweit um 12,4% zu, Bankeinlagen um 5,7% und Versicherungen und Altersvorsorge um 5,0%. Der Anteil der Wertpapiere am globalen Geldvermögen erreichte 46,9%. Gleichzeitig gingen die weltweiten Neuanlagen um 5,4% auf 4,1 Billionen Euro zurück.

Allianz erwartet 2026 weiteres Wachstum

Für 2026 rechnet Allianz Research mit einem weltweiten Wachstum des Geldvermögens von rund 9%. Als Unsicherheitsfaktoren nennt der Bericht unter anderem schwächeres Wirtschaftswachstum, Inflationsdruck, geopolitische Fragmentierung und hohe Staatsschulden.

Eine besondere Rolle spielt dabei die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. Allianz Research sieht einerseits Chancen durch Produktivitätssteigerungen und höhere Unternehmensgewinne, andererseits Risiken durch hohe Bewertungen und die zunehmende Abhängigkeit der Vermögensentwicklung von KI-getriebenen Kapitalmärkten.

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