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VIG steigert Halbjahresergebnis um 20,7% – Österreich mit Prämienplus

(Bild: © VIG)

VIG steigert Halbjahresergebnis um 20,7% – Österreich mit Prämienplus

26. August 2026

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4 Min. Lesezeit

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Finanzen

Die Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Halbjahr 2026 Prämien und Ergebnis gesteigert. Wachstum kam insbesondere aus den CEE-Märkten, aber auch das Österreich-Geschäft entwickelte sich positiv. Nach dem Erwerb der NÜRNBERGER bleibt die Kapitalausstattung auf hohem Niveau.

Die Vienna Insurance Group hat im ersten Halbjahr 2026 sowohl bei den Prämien als auch beim Ergebnis zugelegt. Das Ergebnis vor Steuern stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,7% auf 641,5 Mio. Euro. Die verrechneten Prämien erreichten 9,03 Mrd. Euro und lagen damit um 5,4% über dem Vorjahreswert.

Österreich trug mit einem Prämienplus von 3,6% zum Wachstum bei. Beim Ergebnis vor Steuern verzeichnete das Segment Österreich einen Anstieg von 11,2%. Höhere prozentuelle Ergebniszuwächse erzielten die Segmente Erweiterte CEE mit 98,0% und Spezialmärkte mit 35,4%.

Hartwig Löger, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Vienna Insurance Group:

"Mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 setzt die Vienna Insurance Group ihren profitablen Erfolgskurs sowie ihr dynamisches Wachstum im Kernmarkt CEE fort. Es ist gelungen, alle wesentlichen Kennzahlen zu steigern und auch nach dem Erwerb der NÜRNBERGER Versicherung eine hohe Kapitalausstattung auszuweisen. Damit bestätigen wir unseren Ausblick, für das Gesamtjahr 2026 ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,30 Mrd. Euro (exklusive NÜRNBERGER) zu erzielen."

Prämienwachstum vor allem in CEE

Die versicherungstechnischen Erträge aus ausgestellten Versicherungsverträgen erhöhten sich um 7,1% auf 6,85 Mrd. Euro. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten die Spezialmärkte mit 10,9%, Erweiterte CEE mit 9,2% und Tschechien mit 8,7%.

Auf Länderebene lagen die höchsten Wachstumsraten bei den versicherungstechnischen Erträgen in der Ukraine mit 18,5%, Bosnien-Herzegowina mit 16,2%, der Türkei mit 14,2%, Ungarn mit 13,6%, Albanien mit 13,2%, Kroatien mit 12,6% und Bulgarien mit 11,3%.

Nach Sparten stiegen die versicherungstechnischen Erträge am stärksten in der Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung mit 18,2%. Die fonds- und indexgebundene Lebensversicherung legte um 10,7%, die Krankenversicherung um 8,8% zu.

Bei den verrechneten Prämien wies ebenfalls die Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung mit 18,4% das stärkste prozentuelle Wachstum aus. In Polen erhöhten sich die Prämien um 8,3%, in Tschechien um 8,1% und im Segment Erweiterte CEE um 6,4%. Innerhalb dieses Segments erreichten Ungarn 15,1%, Bulgarien 12,0%, Serbien 9,7%, Kroatien 9,3% und die Slowakei 7,0%. In der Türkei gingen die Prämien um 2,6% zurück. Dort wurde das Wachstum in der Kfz-Haftpflichtversicherung aufgrund der Marktentwicklung zugunsten der Profitabilität zurückgenommen.

Combined Ratio verbessert sich auf 91,4%

Die Netto Combined Ratio verbesserte sich von 91,9% auf 91,4%. Ausschlaggebend waren vor allem geringere Schadenbelastungen.

Die vertragliche Servicemarge (CSM), die im Wesentlichen aus der langfristigen Lebens- und Krankenversicherung stammt, erhöhte sich gegenüber Ende 2025 um 1,4% auf 6,32 Mrd. Euro. Die Entwicklung führt die VIG vor allem auf das gestiegene Zinsniveau und das Neugeschäft zurück.

Das Gesamtkapitalveranlagungsportfolio erreichte zum 30. Juni 49,1 Mrd. Euro, nach 47,2 Mrd. Euro Ende 2025. Das entspricht einem Zuwachs von 4,1%. Als Gründe werden gestiegene Marktwerte der zum Zeitwert bewerteten Investments und hohe Neuveranlagungen genannt.

Solvenzquote nach NÜRNBERGER-Erwerb bei 272%

Die Solvenzquote lag zum Halbjahresende einschließlich Übergangsmaßnahmen bei 272%. Ende 2025 waren es 296%. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die vereinfachte Berücksichtigung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG in der Solvenzkapitalberechnung zurückzuführen. Zum 30. Juni war NÜRNBERGER noch nicht konsolidiert.

Mit Ausnahme dieser vereinfachten Berücksichtigung bei der Solvenzquote sind die Halbjahreszahlen noch ohne NÜRNBERGER ausgewiesen. Die Gesellschaft wird erstmals in den Konzernabschluss 2026 einbezogen. Die VIG hatte den Erwerb am 18. Mai vollzogen.

Für das Gesamtjahr hält die VIG an ihrer Prognose fest. Erwartet wird ein Ergebnis vor Steuern zwischen 1,25 und 1,30 Mrd. Euro – noch ohne Berücksichtigung der NÜRNBERGER.

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