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Fast jeder vierte Haushalt von Fahrrad-, E-Bike- oder E-Scooter-Diebstahl betroffen

(Bild: © KFV/APA-Fotoservice/Schedl)

Fast jeder vierte Haushalt von Fahrrad-, E-Bike- oder E-Scooter-Diebstahl betroffen

27. August 2026

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Eine aktuelle KFV-Umfrage zeigt: Rund 23% der Befragten in Österreich waren in den vergangenen fünf Jahren selbst oder über eine Person im eigenen Haushalt von einem Fahrrad-, E-Bike- oder E-Scooter-Diebstahl betroffen. Gleichzeitig erstattete ein Drittel der Betroffenen keine Anzeige bei der Polizei.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 27.08.2026

Für die Erhebung wurden im Juni 2026 insgesamt 1.520 Personen zwischen 14 und 79 Jahren befragt. 18% berichteten von einem Fahrraddiebstahl, jeweils 3% von einem gestohlenen E-Bike beziehungsweise E-Scooter.

E-Bikes werden häufiger mit Schloss gesichert

Unterschiede zeigen sich bei der Sicherung: 77% der Befragten verwenden beim Abstellen ihres E-Bikes fast immer ein Schloss. Bei klassischen Fahrrädern sind es 66%, bei E-Scootern 51%.

Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV:

"Dass deutlich mehr Fahrräder als E-Bikes gestohlen werden, liegt einerseits daran, dass in Österreich nach wie vor wesentlich mehr klassische Fahrräder unterwegs sind. Andererseits zeigen frühere KFV-Befragungen von Einbrechern: Täter wählen häufig nicht die wertvollsten, sondern die am schlechtesten gesicherte Objekte aus. Dieses Prinzip dürfte auch bei Fahrraddiebstählen eine wichtige Rolle spielen."

Als häufigste Diebstahlorte nennt die Umfrage Bahnhöfe, Haltestellen und Park-and-Ride-Anlagen mit 17%. Jeweils 15% entfallen auf öffentliche Flächen sowie Bereiche vor Wohnhausanlagen beziehungsweise Innenhöfe. Allgemeine Fahrrad- oder Abstellräume folgen mit 14%, Geschäfte, Lokale und Freizeiteinrichtungen mit 11%.

Stahlseilschlösser in 10 bis 30 Sekunden durchtrennt

Tests des KFV mit acht unterschiedlichen Schlossarten zeigen deutliche Unterschiede beim Widerstand. Dünne Stahlseilschlösser konnten mit einem Bolzenschneider innerhalb von 10 bis 30 Sekunden durchtrennt werden. Bei Rahmenschlössern dauerte das Aufbrechen mit einer Brechstange zwei bis drei Minuten. Den größten Widerstand gegen Bolzenschneider zeigten Bügel-, Falt- und schwere Kettenschlösser.

Auch bei den Vorkehrungen für den Fall eines Diebstahls sieht das KFV Verbesserungspotenzial. Bei E-Bikes bewahren 47% den Kaufbeleg auf, 37% haben die Rahmennummer notiert und 29% verfügen über eine Diebstahlversicherung. 27% entfernen nach dem Abstellen den Akku, 23% haben ihr E-Bike registrieren lassen.

Ein Drittel der Betroffenen verzichtet nach einem Diebstahl auf eine Anzeige. Laut KFV spielt dabei unter anderem die geringe Erwartung eine Rolle, das gestohlene Fahrzeug zurückzubekommen.

Foto oben: Dr. Armin Kaltenegger, Leiter Eigentumsschutz im KFV


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