Nordea: Asiens Wachstum übertrifft 2021 Rest der Welt

Nordea: Asiens Wachstum übertrifft 2021 Rest der Welt

25. März 2021

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3 Min. Lesezeit

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News-Management & Wissen

Dieses Jahr dürften Schwellenländer unter anderem dank eines schwächelnden US-Dollars ein größeres Wirtschaftswachstum verzeichnen als entwickelte Märkte. Insbesondere asiatische Schwellenländer dürften die Nase vorn haben. Dieser Ansicht ist Juliana Hansveden von Nordea Asset Management.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 3/25/2021

Weltweit sind die regionalen Unterschiede in den Auswirkungen der Corona-Pandemie groß – auch zwischen den Schwellenländern. Während große Teile Asiens wie beispielsweise China, Korea und Taiwan weitestgehend von einem starken Wirtschaftsrückgang verschont blieben und weiterhin wachsende Volkswirtschaften aufweisen, hatte die Pandemie in Indien weit dramatischere Auswirkungen. Doch auch Indiens Wirtschaft dürfte sich 2021 erholen und um rund 10 Prozent wachsen. „Ob man es nun als Erholung oder reines Wachstum einordnet, die Region wird 2021 stark wachsen – und zwar viel stärker als die entwickelten Märkte“, erklärt Juliana Hansveden, Portfoliomanagerin von Nordeas Emerging Stars Equity- und Asian Stars Equity-Strategien. Erstere wurde kürzlich von Climetrics als einer der fünf klimafreundlichsten Schwellenländer-Aktienfonds ausgezeichnet.

Schwächelnder US-Dollar ist gut für Schwellenländer

Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass nicht alle Schwellenländer ein solch robustes Wachstum sehen werden. Lateinamerikanische und osteuropäische Länder sowie auch Russland und Südafrika dürften hinter ihren asiatischen Peers zurückbleiben. Auch auf längere Sicht sei es wahrscheinlich, dass die asiatischen Schwellenländer stärker wachsen. Das Freihandelsabkommen RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) wird über einen Zeitraum von 20 Jahren eine riesige Freihandelszone im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum etablieren, während beispielsweise in Lateinamerika die Handelsbarrieren voraussichtlich hoch bleiben werden.

Dennoch erwartet Hansveden, dass sich 2021 die Wirtschaft auch in diesen weniger schnell wachsenden Emerging Markets erholt: „Schwellenländer performen tendenziell gut, wenn der US-Dollar schwach ist.“

Demografische Entwicklung eröffnet Investitionschancen

Besonders Anlegerinnen und Anleger, die in Schwellenländern in strukturelle Wachstumstrends investieren, dürften attraktive Erträge erwirtschaften. Wenig überraschend sei Technologie ein solcher Trend, insbesondere mit Blick auf Software-Lösungen wie Cloud-Services, welche in Schwellenländern nach wie vor wenig verbreitet seien. Im Bereich Nachhaltigkeit sucht Hansveden Unternehmen, die energieeffiziente Lösungen entwickeln, und das Gesundheitswesen erfahre nicht nur durch die Pandemie, sondern auch durch die alternde Bevölkerung und die Einkommensverschiebung erneuten Schub. Besonders private Anbieter seien hier die Profiteure.

Die Demografie spiele auch bei den sogenannten aufstrebenden Verbrauchern eine Rolle, die zudem von steigenden Haushaltseinkommen profitierten. „In ,New Chinaʻ sehen wir gesundheitsbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereit sind, für eine Reihe von Produkten und Services mehr auszugeben. So zum Beispiel in den Bereichen Sport, Nahrung und Finanzdienstleistungen. Und in Indien wächst die Mittelschicht, die dank finanzieller Inklusion ebenfalls mehr konsumieren kann“, so Hansveden.

Foto oben: Juliana Hansveden

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