Mit dem Start der Fahrradsaison steigt laut Helvetia Österreich das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Besonders E-Bikes sowie Fehleinschätzungen bei Wetter und Fahrverhalten tragen zu mehr Verletzten bei.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 10.04.2026
Andreas Gruber, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich:
"Diese Unterschiede werden oft unterschätzt. Wer bei scheinbar guten Bedingungen startet, rechnet unterwegs nicht mit schwierigeren Verhältnissen – das erhöht das Unfallrisiko deutlich."
Aktuelle Daten zeigen, dass 2024 rund 9.800 Personen nach E-Bike-Unfällen im Spital behandelt werden mussten. Seit der zunehmenden Verbreitung elektrisch unterstützter Fahrräder hat sich die Zahl der Verletzten nahezu verdoppelt. E-Bikes machen inzwischen mehr als die Hälfte der verkauften Fahrräder aus.
Mit der höheren Geschwindigkeit und Beschleunigung steigt auch das Risiko, insbesondere wenn diese unterschätzt werden. Zudem werden häufiger längere Strecken zurückgelegt und anspruchsvollere Strecken gewählt.
Viele Unfälle ohne Fremdbeteiligung
Rund die Hälfte aller Fahrradunfälle passiert ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer, bei E-Bikes liegt dieser Anteil bei knapp 80 %. Häufige Ursachen sind Unachtsamkeit, Ablenkung und nicht angepasste Geschwindigkeit. Wechselhafte Straßenverhältnisse verstärken diese Faktoren zusätzlich.
Versicherung deckt nicht alle Folgen
Die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt zwar die Erstversorgung, deckt jedoch nicht alle Folgekosten. Rehabilitation, Therapien oder langfristige Einschränkungen können zusätzliche finanzielle Belastungen verursachen.
Foto oben: Andreas Gruber, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich
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