Die Kfz-Studie 2026 des Gallup Instituts im Auftrag der Wiener Städtischen Versicherung zeigt Veränderungen im Versicherungsverhalten sowie bei Mobilität und Sicherheit. Die Ergebnisse wurden heute bei einer Pressekonferenz von Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, und Gabriele Reithner, Senior Studienleiterin des Gallup Instituts, vorgestellt.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 09.04.2026
Die Kfz-Studie 2026 der Wiener Städtischen Versicherung zeigt Unterschiede im Versicherungsverhalten österreichischer Autobesitzer. 42% verfügen über eine Vollkaskoversicherung, mit leicht steigender Tendenz. Rund ein Drittel beschränkt sich weiterhin auf die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. Die Teilkaskoversicherung ist insbesondere bei Personen unter 30 Jahren überdurchschnittlich verbreitet.
Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung:
"Die Entwicklung zeigt, dass das Bewusstsein für einen umfassenden Schutz zunimmt. Gleichzeitig gibt es noch deutliches Potenzial, insbesondere bei jenen, die aktuell ausschließlich auf die Haftpflicht setzen – gerade vor dem Hintergrund steigender Reparaturkosten."
Auf Österreichs Straßen dominieren weiterhin klassische Verbrennungsmotoren. 58% der Befragten fahren ein Fahrzeug mit Benzinmotor, 37% nutzen Dieselantriebe. Hybrid- oder Elektrofahrzeuge werden aktuell von 14% genutzt.
Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 64% der Frauen fahren Benziner, bei Männern sind es 52%. Umgekehrt nutzen 41% der Männer Diesel, bei Frauen liegt dieser Anteil bei 32%.
Auch beim geplanten Autokauf liegen Verbrennungsmotoren vorne. Rund ein Drittel der Befragten bevorzugt künftig einen Benziner, 28% einen Diesel und ein Viertel einen Hybridantrieb. Elektrofahrzeuge liegen mit 14% am Ende.
Stellenwert des Autos bleibt hoch und steigt bei einem Teil der Befragten
Für rund zwei Drittel der Österreicher ist das Auto aus dem Alltag nicht wegzudenken. Im ländlichen Raum liegt dieser Anteil bei 74%. Für 30% der Befragten hat die Bedeutung des Autos in den vergangenen Jahren zugenommen, während sie für 55% unverändert geblieben ist.
Selbsteinschätzung und Fahrverhalten
Acht von zehn Österreichern halten sich für (sehr) gute Autofahrer. Männer bewerten ihre Fahrweise mit 86% höher als Frauen mit 79%. Jüngere bis 30 Jahre zeigen sich dabei zurückhaltender.
Die Mehrheit hält sich auf Autobahnen an das Tempolimit von 130 km/h. Rund ein Fünftel gibt jedoch an, durchschnittlich schneller unterwegs zu sein. In der Generation Y (30 bis 45 Jahre) liegt dieser Anteil bei 26%.
Digitale Vignette polarisiert
Mit Dezember 2026 ist die Autobahn-Vignette nur noch digital erhältlich. 49% der Befragten sehen darin eine Verbesserung des Services, während 51% die Umstellung als Zwangsdigitalisierung empfinden. Besonders Befragte bis 30 Jahre bewerten die digitale Lösung häufiger positiv.
Die neuen §57a-Pickerl-Intervalle finden hingegen breite Zustimmung. Mehr als 70% bewerten die zweijährige Kontrolle positiv, nur 7% lehnen sie ab. Männer stimmen mit 76% stärker zu als Frauen mit 68%.
Autonomes Fahren und Sicherheitsmaßnahmen
Rund 60% der Befragten können sich vorstellen, ein autonomes Fahrzeug zu kaufen. Gleichzeitig sieht knapp die Hälfte darin ein Risiko, wobei Frauen automatisiertes Fahren kritischer bewerten als Männer.
Technische Systeme zur Alkoholkontrolle im Fahrzeug werden von rund zwei Dritteln der Befragten befürwortet. Frauen sprechen sich mit 73% häufiger dafür aus als Männer mit 60%.
Foto oben: Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung
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