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Globaler M&A-Markt 2026: Weniger Transaktionen, höhere Dealwerte

(Bild: © PwC Österreich)

Globaler M&A-Markt 2026: Weniger Transaktionen, höhere Dealwerte

06. Februar 2026

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Der „Global M&A Industry Trends 2026“-Ausblick von PwC zeigt einen polarisierten Transaktionsmarkt. Trotz rückläufiger Dealanzahl steigt der Gesamtwert durch großvolumige Übernahmen, während Künstliche Intelligenz Prozesse und Strategien im M&A grundlegend verändert.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 06.02.2026

Der globale Markt für Fusionen und Übernahmen befindet sich 2026 in einer Phase struktureller Veränderungen. Laut dem aktuellen „Global M&A Industry Trends 2026“-Outlook von PwC bleibt die Anzahl der Transaktionen weltweit verhalten, während der Gesamtwert der Deals deutlich steigt. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem Megadeals mit einem Volumen von mehr als fünf Milliarden US-Dollar. Der Markt zeigt damit eine klare Polarisierung: Große, gut kapitalisierte und häufig technologiegetriebene Käufer setzen sich vom übrigen Markt ab, während kleinere und mittlere Transaktionen durch Bewertungsunsicherheit, ein anspruchsvolles Finanzierungsumfeld und offene Fragen zur strategischen Nutzung von KI gebremst werden.

Künstliche Intelligenz als Strukturtreiber

Künstliche Intelligenz beeinflusst den M&A-Markt nicht mehr nur als Investitionsthema, sondern zunehmend als strategischer und operativer Faktor. Sie prägt die Logik von Transaktionen, beschleunigt Abläufe und verändert Due-Diligence-Prozesse durch eine stärkere Nutzung datengetriebener Analysen. Gleichzeitig bindet der intensive KI-Investitionszyklus kurzfristig erhebliche finanzielle Mittel und kann M&A-Aktivitäten dämpfen. Mittel- bis langfristig erwartet PwC jedoch neue Transaktionsdynamiken, da Unternehmen Übernahmen gezielt nutzen, um technologische Fähigkeiten zuzukaufen und Transformation zu beschleunigen.

Gregor Zach, Partner und M&A Leader bei PwC Österreich:

"Jenseits des klassischen Spannungsfelds zwischen organischem und anorganischem Wachstum stehen Führungsteams heute vor der Frage, wie konsequent sie in KI investieren. Das erfordert kritische Portfolioprüfungen und führt zunehmend zu Desinvestitionen nicht-strategischer Vermögenswerte."

Entwicklung in Österreich

In Österreich ist die Zahl der M&A-Transaktionen im Jahr 2025 um rund neun Prozent gesunken und liegt damit wieder auf dem Niveau der Vorjahre. Gleichzeitig wurde das Marktgeschehen durch einzelne großvolumige Deals getragen. Österreichische Unternehmen waren dabei auch im Ausland aktiv. Zwei Transaktionen mit jeweils mehr als fünf Milliarden US-Dollar im Bereich Petrochemie und Finanzdienstleistungen prägten das Gesamtvolumen.

Gerald Eibisberger, Partner und Deals Leader bei PwC Österreich:

"In Österreich ist die M&A-Dynamik weniger von KI und Tech-Innovationen getrieben. Vielmehr stehen Konsolidierungs- und Kostendruck in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld im Vordergrund – daher sehen wir zunehmend auch Transaktionen im Zuge von Restrukturierungen und Insolvenzen."

Selektiver Markt mit Chancen

Für 2026 zeichnet die Studie ein Bild eines selektiven, aber chancenreichen M&A-Umfelds. Erfolgreich sind demnach Unternehmen mit klarer strategischer Ausrichtung, stabilem Kapitalzugang und der Fähigkeit, neue Technologien auch in den Transaktionsprozess zu integrieren. In einem zunehmend asymmetrischen Markt gewinnt aktives Handeln an Bedeutung, während Zuwarten zum Risiko werden kann.

Foto oben v.l.n.r.: Gregor Zach, Partner und M&A Leader bei PwC Österreich, und Gerald Eibisberger, Partner und Deals Leader bei PwC Österreich

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