ESG-Transparency-Initiative: Fortschritte der ESG-Ziele messbar und transparent machen

ESG-Transparency-Initiative: Fortschritte der ESG-Ziele messbar und transparent machen

07. April 2022

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4 Min. Lesezeit

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News-Management & Wissen

Lieferkettengesetz, Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) oder Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) sind nur einige der Verordnungen, an die sich Firmen künftig halten müssen. Die neu gegründete „ESG‐Transparency‐Initiative“ startet gemeinsam mit wichtigen Interessensvertretungen den großen Appell an Unternehmen, jetzt aktiv zu werden und ihr nachhaltiges Tun zu verbessern.

Andreas Richter

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 4/7/2022

Der Meeresspiegel wird immer höher, die Gletscher schmelzen, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt, Ozeane versauern. Hochwasser und schwere Gewitter nehmen drastisch zu. Pflanzen, Tiere, Landwirtschaft spüren deutliche Folgen des Klimawandels. Der Klimabericht zeigt es deutlich: ohne sofortige Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase ist ein Eindämmen der globalen Erderwärmung nicht zu erreichen. Auch in der Frage der sozialen Gerechtigkeit verbessern sich nur sehr langsam die Rahmenbedingungen. Nicht nur die Rettung der Erde, sondern auch die Verbesserung im sozialen Miteinander und nachhaltige Unternehmensführung sind deshalb große Ziele, die man sich weltweit und hierzulande setzt. Die neu gegründete ESG-Transparency-Initiative ermöglicht jetzt Unternehmen, die Fortschritte ihrer ESG-Ziele transparent zu machen und gemeinsam zu einer positiven nachhaltigen Entwicklung in der Wirtschaft beizutragen.

„Die Zukunft einer ökologisch besseren und sozial gerechteren Gesellschaft ist kein Wunschbild mehr. Es wird zur Verpflichtung, der wir nachkommen müssen und hoffentlich auch nachkommen wollen. Die Welt von morgen braucht uns jetzt! Positive Verhaltensänderung braucht Erfolge und Gemeinschaft in der Sache. Es braucht Transparenz und Messbarkeit im Tun. Durch das Messbarmachen von Nachhaltigkeit kommen wir in ein ehrliches und vor allem zielführendes Wirtschaften. Und aus diesem Appell heraus ‚Wir müssen jetzt ins Tun kommen‘, haben wir die Initiative ins Leben gerufen“, betonte Mag. Ruth Moss, Gründerin der ESG Transparency-Initiative, am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. Gemeinsam mit Paul Leitenmüller und Wolfgang Wainig hat sie die Initiative gegründet.

Nachteile für Unternehmen die ESG-Footprint nicht nachweisen

Unternehmen, die ihren ESG-Footprint nicht nachweisen, werden künftig wirtschaftliche Nachteile spüren – in ihrer Finanzierung, als Partner in den Lieferketten ihrer Kunden wie auch als attraktiver Arbeitgeber. Die Dringlichkeit ist also groß. Das wissen auch Interessensvertretungen wie der Handelsverband, die Leitbetriebe Österreich, das European Brand Institute, Great Place to Work sowie Unternehmen wie Immofinanz. Sie alle unterstützen die ESG-Transparency-Initiative und geben damit ihr Commitment zu ehrlich gelebter Nachhaltigkeit und Transparenz.

„Erfolg ist der beste Motivator. Dabei wird weniger auf den Startpunkt geachtet, wo das jeweilige Unternehmen in seiner ESG-Performance im Moment steht. Wir starten alle aus einer nachhaltig sehr schlechten Startposition – sonst hätten wir kein Klimaproblem. Vielmehr wird der Fokus auf die Veränderung gesetzt, also wie gut sich das Unternehmen hinsichtlich ESG entwickelt und damit nachhaltig verbessert hat,“ erläuterte Mag. Wolfgang Wainig, Nachhaltigkeitsexperte und Gründer der Freibanker Unternehmensberatung.

Um dem wachsenden Bedarf an Regulierung und Transparenz bei der Offenlegung gerecht zu werden, bietet erstmals eine kostenlose Plattform von CRIF ihren Mitgliedern die Möglichkeit, den Fortschritt ihrer ESG-Ziele messbar und transparent zu machen. Unternehmen und Finanzinstitute werden dabei unterstützt, die Nachhaltigkeit ihrer Kunden, Partner und Lieferanten zu überprüfen und ihre Lieferketten zu bewerten, die einen Einfluss von durchschnittlich 90% auf die eigenen Produktionsprozesse haben.

Foto oben v.l.n.r.: Monica Rintersbacher, GF Leitbetriebe Austria, Rainer Will, GF Handelsverband Österreich, Dietmar Reindl, COO Immofinanz, Doris Palz, GF Great Place to Work®, Boris Recsey, CEO CRIF, Renate Altenhofer, Managing Director European Brand Institute, Wolfgang Wainig, Unternehmensberater Freibanker, Ruth Moss, Psychologin und Gründerin der Inititiative, Paul Leitenmüller, CEO Opinion Leaders Network; © Mikkelsen/leadersnet.at

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