ARAG hat den Allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz im Betriebsbereich um eine zusätzliche Streitwertobergrenze von 2.500 Euro für strittige Forderungen erweitert. Die Neuerung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die häufig mit Vertragsstreitigkeiten im niedrigeren Streitwertbereich konfrontiert sind.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 10.06.2026
ARAG hat den Allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz im Betriebsbereich um eine zusätzliche Streitwertobergrenze von 2.500 Euro für strittige Forderungen erweitert. Die Neuerung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die häufig mit Vertragsstreitigkeiten im niedrigeren Streitwertbereich konfrontiert sind.
Streitigkeiten mit Geschäftspartnern über Lieferungen, Leistungen oder offene Forderungen gehören für viele Unternehmen zum Betriebsalltag. Gerade kleinere Streitwerte kommen laut ARAG in der Praxis häufig vor. Für Unternehmer stellt sich dabei oft die Frage, ob sich eine rechtliche Durchsetzung wirtschaftlich überhaupt lohnt.
Ein Rechtsschutz kann dabei unterstützen, berechtigte Ansprüche durchzusetzen oder unberechtigte Forderungen abzuwehren. Mit der neuen zusätzlichen Streitwertobergrenze von 2.500 Euro im Allgemeinen Vertrags-Rechtsschutz für strittige Forderungen schafft ARAG nach eigenen Angaben eine kostengünstigere Absicherungsmöglichkeit für KMU.
In der Vergangenheit hätten viele Betriebe aus Kostengründen auf eine Absicherung gegen Vertragsstreitigkeiten verzichtet. Die neue Option soll dieses Risiko nun auch für Unternehmen mit begrenztem Budget versicherbar machen.
Bedeutung für kleine und mittlere Unternehmen
ARAG verweist auf die wirtschaftliche Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen in Österreich. Laut dem Bericht „KMU im Fokus 2025“ zählen rund 604.000 Unternehmen zu dieser Gruppe. Das entspricht 99,7% aller heimischen Unternehmen. Sie beschäftigen rund 2,46 Mio. Menschen und tragen mit rund 169 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung wesentlich zur Wirtschaftsleistung bei.
Markus Kraus, Leiter der Produktentwicklung bei ARAG:
"KMU leisten einen enormen Beitrag für Beschäftigung, Ausbildung und Wertschöpfung in Österreich. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wollen wir diesen Betrieben eine Lösung bieten, die zu ihrem tatsächlichen Bedarf passt: unkompliziert, kosteneffizient und auf häufige rechtliche Risiken im Unternehmensalltag zugeschnitten."
Foto oben: Markus Kraus, Leiter der Produktentwicklung bei ARAG
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