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Allianz-Umfrage: Winterunfälle und Pannen zeigen Absicherungsbedarf

(Bild: © Allianz)

Allianz-Umfrage: Winterunfälle und Pannen zeigen Absicherungsbedarf

16. März 2026

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5 Min. Lesezeit

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Studien

Eine Umfrage der Allianz Österreich zur Wintersaison 2025/26 zeigt ein gemischtes Bild: Viele Menschen erlebten den Winter wieder „wie früher“, gleichzeitig kam es häufig zu Stürzen, Pannen und Schäden. 20% der Betroffenen mussten nach einem Unfall ärztlich behandelt werden, 16% berichten von finanziellen Belastungen.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 16.03.2026

Mit dem Ende des meteorologischen Winters hat die Allianz Österreich eine Umfrage unter 1.060 Personen durchführen lassen, um Erfahrungen der Bevölkerung mit der Wintersaison 2025/26 zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Winter von vielen Menschen positiv erlebt wurde, gleichzeitig aber auch Risiken und Belastungen im Alltag mit sich brachte.

Für 39% der Befragten fühlten sich die vergangenen Monate wieder wie ein Winter „wie früher“ an. Besonders der Schnee prägte die Wahrnehmung der Saison: 34% nannten die Winterstimmung als eines der schönsten Erlebnisse, 35% erinnerten sich vor allem an weiße Weihnachten. Gerade bei Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren sowie in der Steiermark und in Kärnten gehörten verschneite Feiertage zu den wichtigsten Erinnerungen an den Winter – jeweils rund die Hälfte der Befragten nannte diesen Punkt. Für 19% waren Winterausflüge und Wintersport die schönsten Momente der Saison. Insgesamt berichteten 80% der Befragten von positiven Wintererlebnissen.

Wenig Sonne und glatte Wege als Belastung

Neben diesen positiven Eindrücken brachte der Winter auch Schwierigkeiten im Alltag. 45% der Befragten gaben an, unter den wenigen Sonnenstunden gelitten zu haben. Besonders stark wurde dies im Osten Österreichs wahrgenommen: 55% der Wiener, 52% der Niederösterreicher und 50% der Oberösterreicher vermissten während der Wintermonate die Sonne.

Auch Glatteis und Eisregen stellten vielerorts ein Problem dar. Insgesamt berichteten 33% der Befragten von Schwierigkeiten durch rutschige Gehwege und Straßen. Besonders betroffen waren erneut die östlichen Bundesländer. In Wien nannten 45% Glatteis als Belastung, in Niederösterreich 37% und in Oberösterreich 36%.

Psychische Belastung während der Wintermonate

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die dunkle Jahreszeit für einen Teil der Bevölkerung auch psychisch belastend war. 18% der Befragten berichteten von mentaler Belastung oder depressiven Verstimmungen.

Besonders häufig wurde dies in Städten und im Westen des Landes genannt. In Wien gab rund ein Viertel der Befragten entsprechende Probleme an, in Vorarlberg lag der Anteil sogar bei 27%. Auch in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg berichtete etwa jeder Fünfte von emotionalen Belastungen während der langen Wintermonate.

Stürze und Pannen vor allem bei jungen Menschen

Winterliche Bedingungen führten bei einem Teil der Bevölkerung auch zu Unfällen oder Pannen. Besonders häufig betroffen war die Generation Z. In dieser Altersgruppe berichteten 23% von Stürzen im Alltag. Zum Vergleich: Bei den Millennials lag der Anteil bei 16%, bei der Generation X bei 9% und bei den Babyboomern bei 7%.

Auch Fahrzeugpannen traten bei jüngeren Befragten häufiger auf. 13% der Generation Z waren betroffen, während der Durchschnitt über alle Altersgruppen hinweg bei 6,5% lag.

Unfallfolgen können teuer werden

Die Umfrage zeigt zudem, dass winterbedingte Vorfälle häufig finanzielle Folgen haben. 20% der Betroffenen mussten nach einem Sturz oder Unfall ärztlich behandelt werden. Bei 18% war eine Fahrzeugreparatur notwendig, und 16% berichteten von einer hohen finanziellen Belastung infolge eines Schadens oder Unfalls.

René Brandstötter, CSO Allianz Österreich:

"Der Winter 2025/26 hat vielen Menschen schöne Erlebnisse beschert, zugleich aber auch gezeigt, wie schnell aus winterlichen Bedingungen konkrete Risiken entstehen können – vom Sturz auf vereisten Wegen bis zu Fahrzeugpannen oder Schäden am Eigentum. Besonders bei Unfällen im Alltag oder beim Sport zeigt sich oft erst im Schadensfall, wo Absicherungslücken bestehen. Die Umfrage verdeutlicht, dass mehr als 20% der Österreicher:innen nicht wissen, ob winterbedingte Schäden oder Unfälle von ihrer Versicherung gedeckt sind. Umso wichtiger ist es daher, den eigenen Versicherungsschutz regelmäßig in einem Beratungsgespräch zu überprüfen und wenn nötig anzupassen."

Zur Umfrage

Die bevölkerungsrepräsentative Befragung wurde im Auftrag der Allianz Österreich vom Marktforschungsinstitut Marketagent durchgeführt. Zwischen dem 25. Februar und dem 3. März 2026 wurden 1.060 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren online befragt. Die Studie ist nach Alter, Geschlecht, Region und Bildung repräsentativ.

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