Der Allianz Social Resilience Index bewertet die Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern gegenüber sozialen, politischen und wirtschaftlichen Schocks. Österreich erreicht 2025 mit 78,7 Punkten erneut Platz 7 weltweit und bleibt damit eines der stabilsten Länder Europas. Der globale Indexwert verbesserte sich gleichzeitig leicht von 47,4 auf 47,9 Punkte.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 13.03.2026
Österreich gehört laut Allianz Social Resilience Index weiterhin zu den widerstandsfähigsten Volkswirtschaften weltweit. Mit 78,7 Punkten liegt das Land im aktuellen Ranking erneut auf Platz 7 unter 171 Staaten. Gegenüber dem Vorjahr ging der Wert lediglich um 0,2 Punkte zurück – laut Allianz Research ohne Auswirkungen auf das weiterhin hohe Niveau der sozialen und institutionellen Stabilität.
Ausschlaggebend dafür sind laut Studie vor allem stabile staatliche Institutionen, ein hohes Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit sowie vergleichsweise geringe Korruptionswahrnehmung. Diese Faktoren tragen dazu bei, politische Stabilität zu sichern und gesellschaftliche Spannungen abzufedern.
Eine wichtige Rolle spielen auch Österreichs ausgebaute soziale Sicherungssysteme. Gesundheits-, Bildungs- und Pensionssystem sowie verschiedene einkommens- und beschäftigungsbezogene Unterstützungsmechanismen helfen dabei, wirtschaftliche oder geopolitische Schocks abzufedern. Gerade bei steigenden Energiepreisen oder wirtschaftlichen Unsicherheiten können diese Systeme stabilisierend wirken.
Daniel Matić, CEO Allianz Österreich:
"Die Ergebnisse des Social Resilience Index zeigen klar, wie zentral starke Institutionen, soziale Kohäsion und verlässliche Governance für stabile Gesellschaften sind. Österreich gehört mit Platz 7 weiterhin zu den widerstandsfähigsten Ländern weltweit – ein Standortvorteil, der in Zeiten geopolitischer Unsicherheit kaum hoch genug bewertet werden kann. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass Resilienz keine Selbstverständlichkeit ist. Wir müssen gezielt in gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bildung, Digitalisierung und die Transformation des Wirtschaftsstandorts investieren, um auch in Zukunft stabil zu bleiben."
Globaler Index verbessert sich leicht
Der Allianz Social Resilience Index misst die strukturelle Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern gegenüber sozialen, politischen und wirtschaftlichen Schocks. Der globale Durchschnittswert stieg 2025 von 47,4 auf 47,9 Punkte und verbesserte sich damit zum dritten Mal in Folge.
An der Spitze des Rankings stehen weiterhin die nordischen Länder: Finnland erreicht 84,3 Punkte, gefolgt von Dänemark mit 83,8 Punkten und Island mit 81,4 Punkten.
„Middle-Resilience Trap“ betrifft Österreich nicht
Die sogenannte „Middle-Resilience Trap“ beschreibt einen Cluster von Ländern, die bei einer Resilienz von 65–70 stagnieren und dadurch stärker zu politischer Polarisierung, Reformstau und sozialen Konflikten neigen. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Tschechien, Ungarn, Italien, die USA und Japan.
Österreich liegt mit seinem Wert von 78,7 Punkten deutlich über diesem Bereich und gehört damit weiterhin zu den Ländern mit hoher struktureller Resilienz.
Zur Studie
Der Allianz Social Resilience Index bewertet die strukturelle Widerstandsfähigkeit von 171 Ländern anhand von zwölf wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und externen Indikatoren. Ziel ist es zu zeigen, wie gut Staaten soziale, politische und wirtschaftliche Schocks bewältigen und langfristige Stabilität sichern können.
Foto oben: Daniel Matić, CEO Allianz Österreich
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