Über 500 Gäste aus der österreichischen Versicherungswelt folgten der Einladung zum 23. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler ins Palais Ferstel. Unter dem Leitthema „Cross-Generation Empowerment – Wo Erfahrung auf neue Perspektiven trifft“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen die Stärken erfahrener Führungspersönlichkeiten mit den Ideen und Kompetenzen der jüngeren Generation verbinden können.
Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 16.03.2026
Den Auftakt machte Bestseller-Autorin, Unternehmerin und Journalistin Nena Brockhaus mit ihrer Keynote „Alte Weise Männer – was wir von ihnen lernen können“. In ihrem Vortrag setzte sie ein klares Plädoyer für die Bedeutung von Erfahrung in einer Zeit, in der oft vor allem das Neue und Disruptive im Mittelpunkt steht.
Brockhaus machte deutlich, dass Unternehmen gut beraten sind, Erfahrung nicht als Auslaufmodell zu betrachten, sondern als strategischen Vorteil zu nutzen. „Wir romantisieren oft das Neue und vergessen jene, die dieses Land geprägt haben. Erfahrung ist kein Auslaufmodell – sie ist ein Wettbewerbsvorteil, wenn wir sie klug mit dem Zukunftsdrang der Jüngeren verbinden“, so Brockhaus.
Philipp Maderthaner: Führung braucht Lernfähigkeit
Im zweiten Teil des Abends folgte ein Perspektivwechsel. Unternehmer und Strategieberater Philipp Maderthaner diskutierte im Gespräch mit Paul Leitenmüller, CEO Opinion Leaders Network, welche Impulse junge Generationen in Unternehmen setzen – und was etablierte Führungskräfte daraus lernen können.
Maderthaner betonte, dass sich Führung durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz grundlegend verändere und der Anpassungsdruck auf Unternehmen steige. Entscheidend bleibe jedoch ein anderer Faktor: „In einer Welt voller Technologie wird Vertrauen zur wichtigsten Währung.“
Maderthaner: „Nicht Perfektion, sondern Lernfähigkeit ist die entscheidende Kompetenz von Führungskräften.“ Zur Frage guter Führung sagte er: „Führung wird oft mystifiziert. Dabei ist sie eigentlich ganz einfach: Führung ist das Gegenteil von selber machen.“
Hammurabi-Preis 2026: Wissenschaft trifft Praxis
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Hammurabi-Preises, mit dem wissenschaftliche Arbeiten mit Versicherungsbezug ausgezeichnet werden. Der Hammurabi-Preis wird jährlich von der Fachgruppe Wien der Versicherungsmakler unter der Leitung von Mag. Mathias Lang der Fachgruppe der Versicherungsmakler ausgeschrieben und vergeben und soll den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis fördern. Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury unter der fachlichen Leitung von Juryvoritzenden Prof. Dr. Moritz Zoppel, WU-Wien prämiert.
Der erste Preis ging heuer an Mag. Dr. Hannah Altrichter mit ihrer Arbeit „Die Kündigung des Versicherungsvertrages“, deren Arbeit von der Jury für ihre wissenschaftliche Qualität und ihre hohe Praxisrelevanz gewürdigt wurde.
Helmut Mojescick: Zukunft entsteht im Zusammenspiel der Generationen
Für FG-Obmann KR Helmut Mojescick zeigte der diesjährige Maklertag, wie wichtig der generationenübergreifende Dialog für die Zukunft der Branche ist. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen sei es entscheidend, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und voneinander zu lernen.
FG-Obmann KR Helmut Mojescick:
"Die Versicherungs- und Maklerbranche lebt von Vertrauen, Erfahrung und persönlichen Beziehungen – und gleichzeitig müssen wir offen für neue Entwicklungen bleiben. Der Maklertag zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll der Austausch zwischen unterschiedlichen Generationen und Sichtweisen ist. Erfahrung zeigt den Weg, neue Perspektiven bringen Geschwindigkeit. Wer beides verbindet, gewinnt. Genau deshalb ist der Dialog zwischen den Generationen ein echter Erfolgsfaktor für unsere Branche. Ich darf abschließend passend zitieren: Das Leben kann nur rückwärts verstanden werden, aber es muss vorwärts gelebt werden."
Durch den Abend führte Sabine Kronberger.
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