VIG: Gewinn vor Steuern um rund 10% erhöht

(Bild: © VIG)

VIG: Gewinn vor Steuern um rund 10% erhöht

15. November 2022

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4 Min. Lesezeit

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Finanzen

Inmitten großer geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen weist die Vienna Insurance Group (VIG) für die ersten drei Quartale 2022 eine positive Geschäftsentwicklung auf: Prämien mit 9,5 Mrd. Euro um 13,6% gesteigert, Gewinn (vor Steuern) auf 413,4 Mio. Euro um rund 10% erhöht und Combined Ratio mit 95,1% leicht verbessert.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 11/15/2022

„Natürlich spüren wir wie jedes Unternehmen die Auswirkungen der aktuellen Situation, wobei hier vor allem die Inflation den größten Einfluss nimmt. Sie führt unter anderem zu erhöhten Schadenaufwendungen und belastet somit die Entwicklung der Combined Ratio. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir aufgrund unserer breiten Diversifikation das Inflationsrisiko insgesamt wirksam steuern können. Im Rahmen einer Risikobewertung hat sich gezeigt, dass unsere volumenmäßig größten Märkte aufgrund der ergriffenen Maßnahmen und der aktuellen Preispolitik gut aufgestellt sind. Wir sind vom langfristigen Wachstumspotenzial der CEE-Region weiterhin überzeugt, zumal die aktuellen Prognosen für diese Region wieder deutlich über jenen für den Euroraum liegen. Nach derzeitiger Lage und unter der Voraussetzung, dass bis Jahresende keine unerwarteten externen Einflussfaktoren und Volatilitäten auftreten, rechnen wir für das gesamte Jahr 2022 mit einem Prämienvolumen von mindestens 12 Mrd. Euro und einem Gewinn vor Steuern, der über dem Vorjahreswert von 511 Mio. Euro liegt. Bei der Combined Ratio streben wir trotz des herausfordernden Umfelds einen Wert von rund 95% an“, erklärt Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group.

Prämienplus in allen Sparten und Segmenten

Mit 9.530 Mio. Euro konnte das Gesamtprämienvolumen in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 um 13,6% gesteigert werden. Darin ist die Erstkonsolidierung der zuletzt erworbenen Versicherungsgesellschaften in Ungarn und der Türkei enthalten, die mit rund 291 Mio. Euro einen Anteil von 3,0% am Gesamtprämienvolumen einnehmen. Auch ohne diese Gesellschaften ist mit 10,1% ein Prämienwachstum zu verzeichnen. Alle Sparten und alle Segmente der VIG weisen ein Prämienplus auf. Mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung (+3,1%) weisen alle Sparten zweistellige Wachstumsraten auf (Kfz-Haftpflichtversicherung +21%, Kfz-Kaskoversicherung +13,6%, Sonstige Sachversicherung +15,3%, Krankenversicherung +11,8%, Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung +10%).

Gewinn vor Steuern erhöht

Mit 413,4 Mio. Euro liegt der Gewinn vor Steuern um rund 10% über dem Vorjahreswert. Das Finanzergebnis (exkl. Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen) liegt mit 479,2 Mio. Euro um 8,4% unter dem Vergleichswert des Vorjahres, was in erster Linie auf die bereits im ersten und zweiten Quartal 2022 ergriffenen Maßnahmen in Zusammenhang mit dem Exposure an russischen Staats- und Unternehmensanleihen zurückzuführen ist. Das Nettoergebnis ist mit 302,4 Mio. Euro um +10,1% besser als im Vorjahr.

Combined Ratio leicht verbessert

Die Combined Ratio liegt mit 95,1% leicht unter dem Vorjahreswert (95,2%). Die Belastung durch zum Teil inflationsbedingt gestiegene Durchschnittsschäden zeigt sich aber im Vergleich zum Halbjahr, wo die Combined Ratio noch bei 94,3% lag.

Die Kapitalanlagen der VIG-Gruppe einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 30. September 2022 34,1 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie (annualisiert) ist im Vergleichszeitraum von 2,86 Euro auf 3,07 Euro gestiegen (+7,3%).

Foto oben: Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group

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