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GrECo-Studie: Viele Benefits werden von Mitarbeitern kaum genutzt

(Bild: © GrECo)

GrECo-Studie: Viele Benefits werden von Mitarbeitern kaum genutzt

10. März 2026

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3 Min. Lesezeit

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Studien

Laut der „Health & Benefits Studie 2025“ von GrECo sehen 71% der Unternehmen Zusatzleistungen als wichtig für die Mitarbeiterbindung. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass viele angebotene Benefits nur von einem kleinen Teil der Belegschaft genutzt werden und Unternehmen häufig keinen Überblick über ihre Ausgaben haben.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 10.03.2026

Zusatzleistungen spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle im Wettbewerb um Fachkräfte. Laut der GrECo-Studie halten 71% der befragten Unternehmen Benefits für einen wichtigen Faktor bei der Mitarbeiterbindung. 68% schreiben ihnen auch für das Recruiting eine hohe Bedeutung zu.

Gleichzeitig zeigt die Analyse eine deutliche Lücke zwischen Angebot und tatsächlicher Nutzung. Einige Benefits wie JobBike, Firmenwagen oder Programme zur mentalen Gesundheit werden laut Studie von weniger als 10% der Belegschaft häufig genutzt.

Joachim Schuller, Competence Center Manager Health and Benefits bei GrECo:

"Viele Unternehmen investieren mit den besten Absichten, aber am realen Bedarf der Mitarbeitenden vorbei. Dieser Realitäts-Check zeigt, dass ein teures Benefit-Portfolio nutzlos ist, wenn das Personal es nicht in Anspruch nimmt. Statt mit der Gießkanne Benefits auszuschütten, braucht es eine datengestützte Strategie, die zielgerichtet wirkt und die Mitarbeiter:innenbindung nachweislich stärkt."

Klassische Angebote werden häufiger genutzt

Besonders verbreitet sind klassische Zusatzleistungen. Kantinenangebote oder Essenszuschüsse werden in 56% der Unternehmen genutzt, flexible Arbeitszeiten in 52%. Flexible Arbeitszeitmodelle werden insgesamt von 91% der Unternehmen angeboten.

Andere Angebote werden deutlich seltener in Anspruch genommen. Beim JobBike liegt die Nutzung bei fast der Hälfte der Unternehmen unter 10% der Belegschaft. Auch Fitnesscenterzuschüsse bleiben in einem Drittel der Unternehmen unter dieser Marke.

Fehlender Überblick über Ausgaben

Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft die Kostenkontrolle. 29% der Unternehmen wissen laut Befragung nicht, wie hoch ihre Ausgaben für Benefits tatsächlich sind.

Trotzdem planen viele Firmen neue Angebote. In den kommenden zwölf Monaten wollen 42% zusätzliche Benefits einführen. Genannt werden unter anderem JobBike-Programme (15%), Fitnesscenterzuschüsse (14%) und Zusatzkrankenversicherungen (10%).

Vorsorgeleistungen noch wenig verbreitet

Betriebliche Vorsorgeleistungen spielen laut Studie bislang eine geringere Rolle. Leistungen wie Pensionszusagen, Gruppen-Krankenversicherungen oder Berufsunfähigkeitsabsicherungen werden derzeit von weniger als einem Viertel der Unternehmen angeboten, einzelne Vorsorge-Benefits sogar von weniger als 10%.

Datengrundlage der Studie

Für die „Health & Benefits Studie 2025“ ließ GrECo zwischen Juli und November 2025 österreichische Unternehmen durch das Marktforschungsunternehmen IPSOS befragen. Insgesamt nahmen 205 Unternehmensvertreter aus 17 Branchengruppen an der Erhebung teil.

Foto oben: Joachim Schuller, Competence Center Manager Health and Benefits bei GrECo

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