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Fairplay als Erfolgsprinzip – vom Spielerberater zum Versicherungsmakler

Fairplay als Erfolgsprinzip – vom Spielerberater zum Versicherungsmakler

10. Februar 2026

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6 Min. Lesezeit

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Im Blickpunkt

Otto Hauptmann hat sowohl im Profifußball als auch in der Versicherungsbranche Karriere gemacht. Der ehemalige Spieler und Spielerberater erzählt, welche Werte ihn bis heute prägen, warum Fairness und Handschlagqualität für ihn zentrale Erfolgsfaktoren sind und welche Parallelen er zwischen Spitzensport und der Arbeit als Versicherungsmakler sieht.

Andreas Richter

Redakteur/in: Andreas Richter - Veröffentlicht am 10.02.2026

Seinen Weg in die Versicherungswelt fand Otto Hauptmann über den Fußball. „Der Kremser SC hat mich als Semi-Profi zur Interunfall gebracht“, erinnert er sich. Zwischen 1984 und 1986 arbeitete er dort in der Schadenabteilung – ein beruflicher Start, der ihm Einblicke in die Praxis und den Umgang mit Kunden, Schäden und Verantwortung gab. Schon damals habe ihn die Mischung aus analytischem Denken und menschlichem Kontakt gereizt: „Ich war von Anfang an fasziniert, wie man durch Wissen und Verhandlungsgeschick echten Mehrwert für Menschen schaffen kann.“

Nach seiner Ausbildung absolvierte Hauptmann 1998 die Maklerprüfung, blieb zunächst im Bankensektor und arbeitete sich dort bis zum Geschäftsführer der Hypo-Versicherungs-GmbH hoch. 2018 folgte schließlich der Schritt in die Selbstständigkeit – mit der Gründung von Hauptmann Versicherungen. „Nach vielen Jahren in der Bank wollte ich endlich meine eigenen Ideen umsetzen“, sagt er. „Ich habe immer an die Handschlagqualität geglaubt – und die ist als selbstständiger Makler viel besser zu leben.“

Vertrauen, Handschlagqualität und ehrliche Beratung

Werte wie Vertrauen und Verlässlichkeit prägen Hauptmanns Arbeitsweise bis heute. Seine Kunden schätzen ihn als ehrlichen, direkten Berater, der lieber ein offenes Wort findet als ein unnötiges Produkt zu verkaufen. „Gute Beratung bedeutet für mich ehrliche Gespräche und bedarfsgerechtes Handeln“, erklärt er. „Große Risiken müssen abgesichert werden – kleine nicht zwangsläufig. Wir Makler sind Risikomanager, nicht Verkäufer von Kataloglösungen.“

Besonders am Herzen liegt ihm die Unfallversicherung. „Ich halte sie für die wichtigste Sparte überhaupt“, betont Hauptmann. „Man kann vieles ersetzen, aber nicht die eigene Arbeitskraft und Gesundheit.“ Flexibilität, interessante Kundenkontakte und die Möglichkeit, selbstbestimmt zu arbeiten, gehören für ihn zu den größten Vorteilen seines Berufs. Schattenseiten sieht er kaum – höchstens mit einem Augenzwinkern: „Vielleicht sollte ich nach einem guten Arbeitsessen öfter beim Achterl bleiben statt bei der ganzen Flasche – oder lieber eine Runde Golf mit Kollegen drehen.“

Sportlich blickt Otto Hauptmann auf eine bewegte Karriere zurück. Mit dem Kremser SC feierte er in den 1980er-Jahren große Erfolge: „Der Cupsieg 1988 war ein echtes Highlight – und auch der Meistertitel in der 2. Bundesliga. Nur schade, dass ich die beiden Finalspiele gegen Innsbruck mit dem legendären Ernst Happel verletzungsbedingt verpasst habe.“

Später wechselte er zur Vienna, wo er gemeinsam mit Weltstar Mario Kempes spielte. „Wir wurden Meister im mittleren Play-off und durften in der Bundesliga antreten – gegen Größen wie Herbert Prohaska, Felix Gasselich, Hansi Müller, Tibor Nyilasi oder Michael Konsel. Ich war oft in der ersten Elf, das war eine großartige Zeit.“

Ein Angebot, seine Profikarriere zu verlängern, lehnte Hauptmann später ab – eine Entscheidung, die er nicht bereut, die ihn aber geprägt hat: „Hätte ich den Vertrag unterschrieben, hätte ich noch mit Andi Herzog, Peter Stöger, Andi Heraf und Gerald Glatzmayer zusammengespielt. Aber ich wollte ins Berufsleben einsteigen – das war damals die richtige Entscheidung.“

Vom Spielfeld ins Beratungsgespräch: Parallelen zwischen Sport und Versicherung

Auch in seiner zweiten Karriere blieb Hauptmann dem Fußball eng verbunden – diesmal als Spielerberater. Die Erfahrungen als Spielerberater nutzt Hauptmann bis heute in seiner Tätigkeit als Versicherungsmakler. „Ich würde die Frage eigentlich umdrehen: Alles, was ich im Verkauf gelernt habe, konnte ich als Spielerberater einsetzen – und umgekehrt profitiere ich heute vom Umgang mit Menschen aus dem Sport.“

Er sieht deutliche Parallelen zwischen beiden Welten: „Der Kunde ist mein Spieler. Vertrauen, Fairplay und Leistung sind entscheidend. Und genauso wie im Sport wird auch im Beruf Erfolg belohnt – Provisionen sind die Prämien des Maklers.“ Aus dem Profisport habe er zudem gelernt, mit Veränderungen umzugehen und Rückschläge produktiv zu nutzen. „Im Spitzensport ändern sich Dinge viel schneller als im normalen Berufsleben. Man muss aus Niederlagen gestärkt hervorgehen. Wer sich Ausreden sucht, bleibt stehen. Und wer körperlich fit ist, ist meist auch im Beruf erfolgreicher.“

Die größten Herausforderungen in seiner Arbeit sieht Hauptmann in der zunehmenden Bürokratie und in immer strengeren Annahmerichtlinien der Versicherer. „Manchmal hat man das Gefühl, dass die Verwaltung schneller wächst als die Kundenzufriedenheit“, meint er. Trotzdem blickt er optimistisch nach vorne. „In den nächsten Jahren werden die Versicherungen noch mehr Aufgaben an die Makler auslagern. Persönliche Kontakte werden zwar seltener – aber gerade das ist unsere Stärke als Branche. Nähe, Erreichbarkeit und Handschlagqualität bleiben unser Kapital.“

Auch die Digitalisierung sieht er als Chance, wenn sie klug eingesetzt wird. „Wer digitale Tools versteht und richtig nutzt, kann sie zum Vorteil verwenden. Aber man muss sie lernen – Technik ersetzt kein Denken.“

Und was ist sein persönliches Erfolgsrezept? „Direktheit und keine Angst vor der Prämie“, sagt er lachend. „Wenn man ehrlich ist, Leistung bringt und den Kunden versteht, dann kommt der Erfolg von selbst.“

Foto oben: Otto Hauptmann, Hauptmann Versicherungen

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