Eine gemeinsame Umfrage von Allianz Österreich und dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband zeigt, dass ehrenamtliches Engagement in Österreich breit verankert ist. Besonders stark ist die Beteiligung in Sportvereinen sowie im Brand- und Katastrophenschutz.
Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 08.01.2026
Allianz Österreich und der Österreichische Bundesfeuerwehrverband haben eine neue Partnerschaft gestartet, die auf Gefahrenprävention und Sicherheitsbewusstsein in den Gemeinden ausgerichtet ist. Vor diesem Hintergrund ließen die beiden Partner eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage durchführen, um den Stellenwert des Ehrenamts in Österreich sowie die Wahrnehmung der Freiwilligen Feuerwehren zu erheben.
Ehrenamtliches Engagement ist in Österreich weit verbreitet. Laut Umfrage engagieren sich 27% der Bevölkerung aktuell ehrenamtlich. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe ist mindestens einmal pro Monat aktiv. Weitere 20% der Befragten waren in der Vergangenheit ehrenamtlich tätig, ebenso viele können sich ein künftiges Engagement vorstellen oder haben bereits konkrete Pläne dafür.
Am häufigsten findet ehrenamtliche Tätigkeit im Sportbereich statt. 33% der Ehrenamtlichen sind in Sportvereinen aktiv. Es folgt der Brand- und Katastrophenschutz: 20% der Freiwilligen engagieren sich bei einer der 4.450 Freiwilligen Feuerwehren in Österreich. Auffällig ist dabei die Altersstruktur: In der Gruppe der 14- bis 19-Jährigen liegt der Anteil im Brand- und Katastrophenschutz bei 40%.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Nachbarschaftshilfe. Hier engagieren sich 14% der Ehrenamtlichen. Insgesamt verteilt sich das ehrenamtliche Engagement in etwa gleichmäßig auf Frauen und Männer, mit Unterschieden je nach Tätigkeitsfeld.
Beweggründe und Hürden
Als Hauptmotiv für ihr Engagement nennen 76% der Ehrenamtlichen den Wunsch, anderen zu helfen. 72% geben an, dass ihnen das Ehrenamt Sinn und Erfüllung bietet, 65% sehen darin eine sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit.
Als größtes Hindernis für ein freiwilliges Engagement wird Zeitmangel genannt. 44% der Befragten führen diesen als Hauptgrund an, sich nicht oder nicht stärker ehrenamtlich zu engagieren. Andere Gründe wie negative Erfahrungen, fehlende Möglichkeiten oder Unsicherheiten in Bezug auf Versicherung und Haftung spielen laut Umfrage nur eine untergeordnete Rolle.
Freiwilligen Feuerwehren genießen hohes Vertrauen
Die Freiwilligen Feuerwehren genießen in der Bevölkerung ein hohes Vertrauen. Mit ihnen werden vor allem Verlässlichkeit (88%), Mut (86%), Schnelligkeit (85%) und ehrenamtliches Engagement (85%) verbunden.
Der Kontakt zur Feuerwehr ist für viele Menschen präsent: 42% der Befragten hatten in den vergangenen zwölf Monaten direkten Kontakt, etwa bei Veranstaltungen oder Informationsangeboten. 6% waren im Rahmen eines Einsatzes auf Hilfe der Feuerwehr angewiesen.
Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich:
"Fast jede:r zweite Österreicher:in engagiert sich im Laufe des Lebens ehrenamtlich. Diese Zahlen zeigen, wie tief das Ehrenamt in unserem Land verankert ist."
Robert Mayer, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes:
"Ohne die freiwilligen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wäre die schnelle und verlässliche Hilfe, von der der Schutz der Bevölkerung im Ernstfall abhängt, in unseren Gemeinden nicht möglich."
Über die Umfrage
Die bevölkerungsrepräsentative Befragung wurde vom Marktforschungsinstitut Marketagent im Auftrag von Allianz Österreich und dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband durchgeführt. Befragt wurden 1.060 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren in Österreich. Der Erhebungszeitraum lag zwischen 29. Oktober und 4. November 2025.
Foto oben v.l.n.r.:Daniel Matić, CEO der Allianz Österreich, und Robert Mayer, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes
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