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Visa-Umfrage: Jeder Fünfte in Österreich bereits von Zahlungsbetrug betroffen

(Bild: bob.d.lennon@Gmail.com)

Visa-Umfrage: Jeder Fünfte in Österreich bereits von Zahlungsbetrug betroffen

02. September 2026

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4 Min. Lesezeit

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Studien

21% der Österreicherinnen und Österreicher waren bereits von Zahlungsbetrug betroffen, 16% der Betroffenen verloren bei ihrem schwerwiegendsten Fall mehr als 1.000 Euro. Eine repräsentative Visa-Umfrage unter 1.000 Personen zeigt zudem eine deutliche Lücke beim Verhalten nach einem Betrugsfall: Nur 40% der Geschädigten erstatteten Anzeige, lediglich 18% informierten ihre Bank oder ihren Zahlungsdienstleister.

Kerstin Quirchtmayr

Redakteur/in: Kerstin Quirchtmayr - Veröffentlicht am 02.09.2026

Zahlungsbetrug betrifft einen erheblichen Teil der österreichischen Bevölkerung. 21% der Befragten einer aktuellen repräsentativen Visa-Umfrage waren bereits mit einem Betrugsfall konfrontiert, bei dem entweder eine Zahlung ohne ihre Zustimmung erfolgte oder sie durch Täuschung selbst zu einer Überweisung veranlasst wurden.

Die finanziellen Folgen fallen unterschiedlich aus: Bei 27% der Betroffenen betrug der Schaden beim schwerwiegendsten Vorfall bis zu 100 Euro, bei weiteren 21% zwischen 101 und 500 Euro. 16% verloren mehr als 1.000 Euro. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Schaden vor möglichen Rückerstattungen.

Gleichzeitig nehmen Betrugsversuche in der Wahrnehmung der Konsumenten zu. 77% geben an, in den vergangenen zwölf Monaten eine Zunahme entsprechender Versuche festgestellt zu haben. Bei den über 70-Jährigen sind es 93%.

Nur 40% der Betrugsopfer gehen zur Polizei

Auffällig ist die Differenz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Verhalten nach einem finanziellen Schaden. Von jenen Befragten, die bislang nicht betroffen waren, würden nach eigenen Angaben 92% im Ernstfall zur Polizei gehen. Unter den tatsächlichen Betrugsopfern erstatteten hingegen nur 40% Anzeige. Bei Männern lag der Anteil bei 45%, bei Frauen bei 33%.

Auch Banken und Zahlungsdienstleister werden vergleichsweise selten eingeschaltet. Nach einem Betrugsversuch informierten 18% ihre Bank oder ihren Zahlungsdienstleister. 24% meldeten den Vorfall der betroffenen Plattform oder dem jeweiligen Unternehmen, 20% sicherten Beweise wie Screenshots, Nachrichten oder Zahlungsbelege.

Häufiger reagieren Betroffene zunächst in ihrem persönlichen Umfeld: 35% warnten andere Personen. 32% gaben an, schnell reagiert und dadurch einen Schaden verhindert oder begrenzt zu haben, 27% änderten Passwörter oder Zugangsdaten.

Für Finanzdienstleister zeigen diese Ergebnisse vor allem, wie wichtig Information über das richtige Verhalten im Schadenfall ist. Genau hier sehen auch die Befragten Bedarf: 31% wünschen sich regelmäßige Informationen über aktuelle Betrugsformen, jeweils 30% mehr Informationen zum Schutz persönlicher Daten und Zugangsdaten sowie zum richtigen Verhalten nach einem Betrugsfall. Insgesamt fühlen sich 71% von ihrer Bank gut über Betrugsrisiken informiert. Bei den über 70-Jährigen sind es 84%.

Phishing bleibt häufigste Betrugsmasche

Besonders verbreitet sind gefälschte Nachrichten. 52% der Befragten sind bereits mit Phishing-Nachrichten vermeintlicher Lieferdienste in Kontakt gekommen, 48% mit solchen angeblicher Banken oder Zahlungsdienstleister.

37% berichten von Erfahrungen mit Enkeltrick oder Schocknachrichten, 30% waren bereits mit Fake-Shops konfrontiert. Betrügerische Investmentangebote erreichten 23% der Befragten. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 29% der Männer, aber 17% der Frauen waren bereits mit solchen Angeboten konfrontiert.

Bei den 14- bis 19-Jährigen spielten zuletzt insbesondere Online-Marktplätze und Kleinanzeigenplattformen eine Rolle. 22% dieser Altersgruppe begegneten dort innerhalb des vergangenen Jahres Betrugsversuchen, etwa durch gefälschte Zahlungslinks oder nicht gelieferte Waren.

Stefanie Ahammer, Country Managerin Visa Österreich:

"Die Sicherheit digitaler Zahlungen entwickelt sich laufend weiter. Gleichzeitig verlagern Betrüger ihre Angriffe zunehmend auf Menschen und setzen auf Täuschung statt auf technische Schwachstellen."

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