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Statistik Austria: Gesundheitsausgaben 2021 um 12,6% gestiegen
04. August 2022

Statistik Austria: Gesundheitsausgaben 2021 um 12,6% gestiegen

Die öffentlichen Ausgaben waren im zweiten Corona-Jahr 2021 wesentlich höher als noch 2020. Das ist zum Teil auf einen deutlichen Anstieg der Gesundheitsausgaben zurückzuführen. Die laufenden Gesundheitsausgaben 2021 lagen in Österreich bei 49,02 Mrd. Euro (12,2% des BIP). Im Vergleich zu 2020 erhöhten sich die nominellen Ausgaben für Gesundheitsleistungen und -güter deutlich um 5,5 Mrd. Euro bzw. um 12,6%, so die Ergebnisse der Statistik Austria.


Die Gesundheitsausgaben werden nach dem Konzept des „System of Health Accounts (SHA)“ erstellt. Dieses internationale Gesundheitskonten-System wurde von der OECD entwickelt, stellt mittlerweile ein Gemeinschaftsprojekt von OECD, Eurostat und WHO dar und ist seit dem Berichtsjahr 2014 an die Europäische Kommission zu melden. Als Datenquellen dienen u. a. Rechnungsabschlüsse der Gebietskörperschaften und die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Starker Anstieg der öffentlichen Gesundheitsausgaben

Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherungsträger kamen im Jahr 2021 für 38,54 Mrd. Euro der laufenden Gesundheitsausgaben auf, dies entspricht einem Anstieg von 15,8% im Vergleich zum Jahr 2020. Für diesen Zuwachs sorgten vor allem pandemiebedingte Mehrausgaben für die Beschaffung und Durchführung von COVID-19-Testungen, die Bereitstellung und Verabreichung der COVID-19-Impfstoffe inkl. Logistik- und Distributionsausgaben, aber auch Ausgaben für Schutzausrüstung, Contact Tracing und diverse weitere pandemiebedingte Aufwendungen. Der öffentliche Anteil der laufenden Gesundheitsausgaben lag im Jahr 2021 somit bei 78,6%. Die laufenden Gesundheitsausgaben der privaten Haushalte, freiwilligen Krankenversicherungen, privaten Organisationen ohne Erwerbszweck sowie Unternehmen beliefen sich auf 10,48 Mrd. Euro bzw. 21,4%. Die privaten laufenden Ausgaben stiegen demnach von 2020 auf 2021 um 2,3%. Zu beachten ist, dass in der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Datenlage für das Jahr 2021 Unsicherheiten bestehen, vor allem in Bezug auf die privaten Ausgaben.

Bild: © shahrilkhmd – stock.adobe.com





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